Mehr Öffentlichkeit durch Kubicki
Für FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki ist das gestiegene Interesse an seiner Person ein klarer Gewinn für seine Partei. „Wir leiden darunter, dass die FDP im vergangenen Jahr öffentlich unsichtbar geworden ist“, sagte Kubicki der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe). Dieses Vakuum habe sich in den zurückliegenden Wochen mit seiner Kandidatur für den Bundesvorsitz geändert. Kubicki tritt Ende Mai beim Parteitag an.
Er sei davon überzeugt, dass politische Konkurrenten und Medien die FDP wieder als ernstzunehmende Kraft wahrnehmen. „Bisher wird die Marke Kubicki nicht mehr richtig mit der FDP verbunden. Das wird sich ändern in dem Moment, von dem an ich Vorsitzender bin“, erklärte der Politiker.
Das Gefühl zählt
Bei seinen Auftritten spüre er Begeisterung beim Publikum. Es gehe dabei weniger um einzelne Politikdetails, sondern um ein bestimmtes Gefühl, das die Menschen mit ihm verbinden. Kubicki sei stets als „der, der Klartext spricht“ angekündigt, wobei er den Begriff selbst schwierig findet.
Das Ziel für die FDP sei klar: Bis Mai kommenden Jahres sollen die Umfragewerte laut Kubicki „deutlich über fünf Prozent“ liegen.
Gemeinsames Ziel: FDP-Erfolg
Bezüglich seines Herausforderers, Henning Höne, betonte Kubicki, dass es keine Spannungen gebe. „Ich will ihn groß-, nicht kleinmachen“, sagte er über den Vorsitzenden des größten FDP-Landesverbandes NRW. Er gehe davon aus, dass auch seine Kritiker ihn unterstützen würden. „Wir haben ja dasselbe Ziel, und wer da gegen mich arbeitet, arbeitet auch gegen den Erfolg der FDP.“