Moskau widerspricht Gift-Anschuldigungen

Kreml weist Vorwürfe nach Nawalny-Tod zurück

Foto: Kreml-Mauer in Moskau – Symbol russischer Machtzentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Kreml hat die europäischen Aussagen zum Tod des Regimekritikers Alexei Nawalny entschieden zurückgewiesen. Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Anschuldigungen, die nach dem Fund des Gifts Epibatidin in Nawalnys Gewebeproben erhoben wurden, als "voreingenommen und unbegründet". Europäische Staaten hatten von einem "staatlich begangenen Mord" gesprochen.

Moskau kontert europäische Kritik

Der Kreml hat europäische Schuldzuweisungen bezüglich des Todes von Alexei Nawalny scharf zurückgewiesen. Die Anschuldigungen seien voreingenommen und entbehrten jeder Grundlage, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag mit. „Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht, wir stimmen ihnen nicht zu, wir halten sie für voreingenommen und unbegründet“, so Peskow weiter, der die Vorwürfe „entschieden zurückwies“.

Gift im Verdacht

Zuvor hatten mehrere europäische Länder, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande, auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Erklärung abgegeben. In dieser wurde der Nachweis des hochtoxischen Gifts Epibatidin in Gewebeproben des verstorbenen Nawalny bekannt gegeben. Epibatidin ist ein Wirkstoff, der natürlicherweise in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) ordnete den Vorfall als „staatlich begangenen Mord“ ein.

Alexei Nawalny war im Februar 2024 in einem russischen Straflager gestorben.

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