Erkältungssaison verlief milder als befürchtet
Trotz der Kältewelle zu Jahresbeginn hat sich der Krankenstand der Erwerbstätigen im ersten Quartal dieses Jahres leicht reduziert. Das meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK). Erstmals seit Längerem ging damit die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen zurück.
Zwischen Januar und März war im Schnitt jede bei der TK versicherte Erwerbsperson 5,00 Tage krankgeschrieben. Im Vorjahreszeitraum 2025 lag dieser Wert noch bei 5,35 Tagen, 2024 bei 5,16 Tagen. Ein Grund könnte die im Vergleich zu den Vorjahren mildere Erkältungssaison sein.
Psychische Probleme nehmen zu
Hauptursache für die Fehlzeiten waren weiterhin Atemwegserkrankungen wie Grippe, Schnupfen oder Covid-19. Hier gab es jedoch einen spürbaren Rückgang. Im ersten Quartal 2026 waren TK-versicherte Erwerbspersonen durchschnittlich 1,32 Tage wegen Erkältungsdiagnosen krankgemeldet. Im Vorjahr waren es noch 1,79 Tage, 2024 lag der Wert bei 1,51 Tagen.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei psychischen Diagnosen. Depressionen oder Angststörungen führten zu einer erneuten Zunahme der Fehltage. Mit durchschnittlich 0,99 Tagen pro Erwerbsperson lagen sie deutlich über den Werten der Vorjahre (2025 und 2024: jeweils 0,92 Tage).
Rückenleiden bleiben Dauerproblem
Auf Platz drei der häufigsten Krankheitsdiagnosen rangieren weiterhin Erkrankungen des Bewegungsapparates, allen voran Rückenschmerzen. Diese verursachten im ersten Quartal durchschnittlich 0,65 Fehltage je Erwerbsperson. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren (2025: 0,63 Tage, 2024: 0,67 Tage).
Die Techniker Krankenkasse zählt mit über zwölf Millionen Versicherten zu den größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Davon entfallen rund 6,2 Millionen auf Erwerbstätige.