Neues Fiasko beim Lüders-Haus

Kosten-Klopper für den Bundestag: Bau-Fiasko wird noch teurer

Kosten-Klopper für den Bundestag: Bau-Fiasko wird noch teurer
Foto: Blick auf die Spree zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Erweiterungsbau am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags hat erneut mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Vizepräsident Nouripour spricht von mangelnder Steuerung und Koordination des BBR. Die Einweihung verschiebt sich drastisch.

Lüders-Haus: Neue Hiobsbotschaft

Der Bundestag kommt bei seinem ambitionierten Bauprojekt am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus einfach nicht zur Ruhe. Jetzt droht eine weitere deutliche Verzögerung.

Umzug erst 2026

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) versendete diese Woche einen dringenden Brief an die Baukommission. Der Inhalt: Die Übergabe der Bürobereiche des Erweiterungsbaus verzögert sich erneut. Konkret spricht das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) nun von Anfang Juni 2026 als möglichem Einzugstermin. Bislang war man von Ende des ersten Quartals ausgegangen.

BBR unter der Lupe

Nouripour übt deutliche Kritik am BBR. Er bemängelt eine „unzureichende strategische Steuerung und fachliche Koordination der Haustechnik“. Besonders scharf kritisiert er, dass das zuständige Bauministerium „im gesamten Verfahren bislang so gut wie nicht in Erscheinung getreten“ sei. Angesichts der seit 13 Jahren andauernden Bauzeit zieht er einen drastischen Vergleich: Die Inbetriebnahme des Berliner Flughafens BER verspätete sich insgesamt um neun Jahre.

Technische Probleme

Als Grund für die erneuten Verzögerungen nennt Nouripour Probleme bei der technischen Gebäudeausrüstung. Hierbei handelt es sich um die Stromspannung sowie die Brand-, Einbruchsmelde- und Entrauchungsanlagen. Das BBR versichert, „mit Hochdruck daran zu arbeiten“, den neuen Termin einhalten zu können. Eine Garantie gibt es allerdings nicht, wie es in dem Schreiben heißt.

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