Radpanzer "Boxer" braucht mehr Platz

KNDS sucht Autowerke für Panzerbau: Deutlicher Ausbau geplant

KNDS sucht Autowerke für Panzerbau: Deutlicher Ausbau geplant

Bundeswehr-Panzer "Fuchs" (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Panzerhersteller KNDS Deutschland plant eine Verdopplung seiner Belegschaft bis Ende des Jahrzehnts. Angesichts einer erwarteten Großbestellung der Bundeswehr für den Radpanzer "Boxer" werden zusätzliche Produktionskapazitäten benötigt. KNDS setzt dabei auf die Integration bestehender Standorte, idealerweise mit erfahrenen Teams aus der Automobilindustrie.

Kapazitäten müssen wachsen

Der Bedarf an Produktionskapazitäten für den Radpanzer „Boxer“ ist hoch. „Wir werden noch zusätzliche industrielle Kapazität für die Produktion des Boxers benötigen“, sagte Florian Hohenwarter, Chef von KNDS Deutschland, dem „Handelsblatt“. Konkret sucht das Unternehmen nach bestehenden Standorten, um die Produktion schnell hochfahren zu können. „Neue Werke auf der grünen Wiese sind zu langsam.“

Erfahrene Teams gesucht

Besonders attraktiv sind dabei Produktionshallen mit erfahrenen Belegschaften. „Eine eingespielte Mannschaft, etwa aus der Autoindustrie, wäre ideal“, betonte Hohenwarter. KNDS ist bereits in Gesprächen, um solche Standorte zu sichern. Bis Ende 2030 soll die Mitarbeiterzahl von aktuell 11.500 „weltweit verdoppelt“ werden.

Serienproduktion gestartet

Die Serienproduktion des „Boxers“ wurde am Mittwoch in München aufgenommen. Für die kommenden Monate wird eine umfangreiche Bestellung über mehrere tausend Fahrzeuge durch die Bundeswehr erwartet. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Autozulieferer Dräxlmaier bei der Produktion des Radpanzers geplant.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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