Kaum Fortschritt bei Treibhausgasen
Gerade mal 0,1 Prozent weniger klimaschädliche Gase hat Deutschland im Jahr 2025 ausgestoßen – das ist das magere Ergebnis, das das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt am Samstag in Berlin verkündeten. Konkret bedeutet das einen Rückgang um 0,9 Millionen Tonnen auf insgesamt 648,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente.
Damit hat Deutschland seit 1990 zwar beeindruckende 48 Prozent seiner Treibhausgasemissionen reduziert. Doch die jüngsten Zahlen lassen Experten aufhorchen: Obwohl die erlaubte Emissionsmenge nach Klimaschutzgesetz für 2025 mit 661,6 Millionen Tonnen eingehalten wurde, ist der Fortschritt schleppend.
Minister räumt Probleme ein
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) machte seine Enttäuschung deutlich: „Die Fortschritte bei den Emissionen sind zu langsam“, sagte er. Dies sei umso bedenklicher, als sowohl die Nachfrage nach Elektroautos als auch die nach Wärmepumpen stark gestiegen sei. Auch die Zahl der neu genehmigten Windkraftprojekte erreichte einen neuen Rekordwert.
Verkehr und Gebäude als Problemzonen
Die Gründe für die stockende Entwicklung sind offensichtlich: Insbesondere im Verkehrssektor stiegen die Emissionen um 2,1 Millionen Tonnen auf 146,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Im Gebäudesektor wurde sogar ein Anstieg um 3,4 Millionen Tonnen auf 103,4 Millionen Tonnen verzeichnet.
Das Umweltbundesamt mahnt daher eindringlich: Zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen sind unerlässlich, um die ehrgeizigen Ziele für 2030 und die darauffolgenden Jahre noch erreichen zu können.
