El-Erian sieht Gefahren für globale Wirtschaft

Kapitalmärkte „am Kipppunkt“: Experte warnt vor Folgen des Iran-Kriegs

Kapitalmärkte „am Kipppunkt“: Experte warnt vor Folgen des Iran-Kriegs
Foto: Ein Händler beobachtet die Börsenkurse (Archivbild). Foto: dts Nachrichtenagentur

Der renommierte Kapitalmarktexperte Mohamed El-Erian schlägt Alarm: Die Finanzmärkte stehen laut seiner Einschätzung an einem kritischen Wendepunkt. Insbesondere die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Iran, die bereits die dritte Kriegswoche überschritten haben, üben dabei nach seiner Ansicht erheblichen Einfluss auf die globale Wirtschaft aus und drohen, bislang unbemerkte Schwachstellen in den USA aufzudecken.

Stagflation als Schreckgespenst

Mohamed El-Erian, ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Kapitalmärkte, sieht die globalen Finanzmärkte an einem kritischen Wendepunkt. In einem aktuellen Podcast des „Handelsblatts“ äußerte er seine tiefgreifenden Sorgen. Vor allem die derzeitige Dynamik im Iran-Konflikt, der bereits seine dritte Woche erreicht, sieht er als Auslöser für gravierende langfristige Auswirkungen auf die Kapitalmärkte und die Weltwirtschaft.

El-Erian­ warnt darüber hinaus, dass die Spannungen im Iran unentdeckte Probleme im amerikanischen Finanzsystem ans Licht bringen könnten. Dabei denkt der Experte insbesondere an Kreditfonds, deren Stabilität durch die aktuelle geopolitische Lage auf die Probe gestellt werden könnte.

Ein weiteres zentrales Thema in El-Erians Analyse ist das Szenario eines sogenannten stagflationären Schocks. Dies beschreibt eine wirtschaftliche Situation, in der hohe Inflationsraten auf ein praktisch zum Stillstand gekommenes Wirtschaftswachstum treffen. „Dann werden sowohl Aktien als auch Anleihen abverkauft. Die Portfoliodiversifikation funktioniert dann nicht mehr“, erklärte der Experte die fatale Konsequenz.

Er fügt hinzu: „Cash ist besser, aber bei hoher Inflation sinkt natürlich der Realwert der Barbestände.“ Diese Aussage verdeutlicht die Dilemma-Situation, in der sich Anleger in einem solchen Umfeld wiederfinden.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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