Regierung will Einzug krimineller Vermögen erleichtern

Kampf gegen Krimi-Kohle verschärft

Kampf gegen Krimi-Kohle verschärft
Foto: Zoll (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung plant eine deutliche Verschärfung im Kampf gegen organisierte Kriminalität, Finanz- und Rauschgiftkriminalität. Künftig soll es einfacher werden, Vermögenswerte, deren Herkunft unklar oder kriminell ist, einzuziehen und zu sichern. Dies betrifft unter anderem Luxusautos, Immobilien und Bargeld.

Schneller Zugriff auf dubioses Geld

Vermögen, das aus kriminellen Machenschaften stammt oder dessen legale Herkunft nicht nachgewiesen werden kann, soll künftig leichter beschlagnahmt werden. Das sieht eine neue Strategie gegen organisierte Kriminalität vor, die das Kabinett auf den Weg bringen will.

Beweislastumkehr bei Reichtum

Besonders bei auffälligen Diskrepanzen zwischen Einkommen und Vermögen oder bei Verbindungen zur organisierten Kriminalität soll eine Beweislastumkehr greifen. Statt der Staatsanwaltschaft müssen Betroffene dann nachweisen, woher ihr Reichtum stammt.

Datenzugriff für Zoll und BKA

Um die Ermittlungen zu beschleunigen, wird auch der direkte Zugriff auf Daten zwischen Zoll und Bundeskriminalamt (BKA) vereinfacht – natürlich im Einklang mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben. Ein gemeinsames Kompetenzzentrum von Zoll und BKA sowie ein „Ermittlungszentrum Geldwäsche“ beim Zoll sind ebenfalls geplant.