Kritik an Arbeitsbedingungen

IG Metall legt Zehn-Punkte-Plan für Tesla-Beschäftigte vor

IG Metall legt Zehn-Punkte-Plan für Tesla-Beschäftigte vor
Foto: Tesla-Auto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Vor den anstehenden Betriebsratswahlen im Tesla-Werk Grünheide Anfang März macht die IG Metall Druck für bessere Arbeitsbedingungen. Eine interne Umfrage unter Mitarbeitern ergab, dass die Arbeit in der Gigafactory als "Knochenjob" empfunden wird. Die Gewerkschaft kritisiert den bisherigen Betriebsrat und legt nun eigene Forderungen vor.

Gewerkschaft fordert Ende der Vetternwirtschaft

Die IG Metall will, dass Leistung, Können und Qualifikation Beförderungen bestimmen – nicht Beziehungen zu Vorgesetzten. Die Gewerkschaft fordert ein Ende der „Vetternwirtschaft“ bei Tesla.

Weniger Stress, mehr Personal

Als weitere zentrale Forderung nennt die IG Metall weniger Stress für die Belegschaft. „Unsere Gesundheit ist wichtiger als Manager-Boni und Rendite“, betont die Gewerkschaft. Wenn mehr produziert werden soll, brauche es mehr Personal. Bei Unterbesetzung müsse die Bandgeschwindigkeit reduziert werden, um Krankheiten vorzubeugen.

Respekt und fairer Umgang

Bezirksleiter Jan Otto hob hervor, dass die IG Metall-Kandidaten Respekt von Tesla als Arbeitgeber einfordern. Dazu gehöre ein fairer Umgang im Krankheitsfall und das Ende des Drucks auf Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen ausfallen.

Die IG Metall hat bisher 40 Prozent der Sitze im Betriebsrat inne. Eine dort dominierende Fraktion um Ex-Managerin Michaela Schmitz steht immer wieder im Konflikt mit der Gewerkschaft.

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