Bundesjustizministerin drängt auf spürbare Maßnahmen noch in diesem Jahr

Hubig fordert strengere Regeln für Social Media: „Echter Schutz statt nur Medienkompetenz“

Foto: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich für eine Verschärfung der Jugendschutzregeln in sozialen Medien ausgesprochen. Sie fordert konkrete Maßnahmen noch in diesem Jahr und kritisiert die laxere Behandlung von Online-Plattformen im Vergleich zu Gaststätten und Kinos. Die Debatte um Altersgrenzen müsse Hand in Hand mit einem abgestuften Schutzkonzept gehen, betont Hubig.

Digitale Gefahren: Ministerin pocht auf Handeln

Die Forderung nach mehr Schutz für junge Menschen im digitalen Raum wird lauter. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bezieht klar Stellung: „Der Staat muss mehr tun.“ Angesichts der teils extremeren Folgen, die die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche haben kann, reicht es ihrer Meinung nach nicht mehr aus, lediglich auf die Vermittlung von Medienkompetenz zu setzen. „Vor echten Gefahren braucht es echten Schutz“, unterstreicht Hubig.

Vergleich mit Gaststätten
Die Ministerin zieht einen scharfen Vergleich: Für Gaststätten und Kinos gäbe es klare Jugendschutzbestimmungen. „Es ist unlogisch, wenn wir milliardenschwere Plattformen mit manipulativen Algorithmen laxer behandeln als Eckkneipen oder Ausflugslokale“, kritisierte sie im Gespräch mit der „Rheinischen Post“.

Abgestufte Konzepte nötig
Hubig sieht die aktuelle Debatte auf einem guten Weg. Es herrsche ein breites Bewusstsein dafür, wie schädlich soziale Netzwerke für Heranwachsende sein können. Sie plädiert für ein „abgestuftes Schutzkonzept“, das berücksichtigt, dass verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Bedürfnisse im Hinblick auf digitale Teilhabe und Schutz haben.

Zeitplan zur Umsetzung
Konkrete Handlungsmöglichkeiten soll nun eine Expertenkommission prüfen, die im Auftrag der Bundesregierung tätig ist. „Spätestens im Sommer, wenn die Ergebnisse der Kommission vorliegen, sollten wir ins Handeln kommen“, fordert Hubig. Jede weitere Verzögerung berge das Risiko, die aktuell heranwachsende Generation weiter ungeschützt zu lassen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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