Poseck will weiter auf Rückführung setzen

Hessens Innenminister pocht auf harten Kurs: „Abschiebung als Druckmittel“

Hessens Innenminister pocht auf harten Kurs: „Abschiebung als Druckmittel“

Roman Poseck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) fordert von der Bundesregierung, an ihrer restriktiven Politik gegenüber ausreisepflichtigen Syrern festzuhalten. Er verteidigt einen harten Kurs und sieht in der drohenden Abschiebung ein notwendiges Mittel, um freiwillige Rückreisen zu fördern. Gleichzeitig werden im Sicherheitsumfeld neue Transportmittel diskutiert.

Druckmittel für freiwillige Ausreise

„Eine echte Migrationswende geht nicht ohne harte Entscheidungen“, sagte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) mit Blick auf die Syrien-Politik der Bundesregierung. Seine Forderung: Der eingeschlagene harte Kurs solle trotz abgeschwächter Töne aus dem Kanzleramt beibehalten werden.

Poseck betonte gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Die freiwillige Ausreise hat immer Vorrang vor einer Abschiebung.“ Doch ohne die Drohung mit letzterer ließen sich Menschen seiner Überzeugung nach nicht zu einer freiwilligen Rückkehr bewegen. Die Abschiebung sei somit ein „notwendiges Druckmittel“.

Die Bundesregierung hatte Syrien jüngst neben Afghanistan stärker in den Fokus genommen. Nun sickern laut Medienberichten neue Überlegungen aus Sicherheitskreisen durch: Statt auf Flugzeuge könnte bei einer Zunahme von Rückführungen auf große Schiffe gesetzt werden. Angeblich wegen des größeren Fassungsvermögens und der gut erreichbaren Küste Syriens über das Mittelmeer.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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