Millionen Pendler betroffen

Großflächiger Streik legt Nahverkehr lahm

Großflächiger Streik legt Nahverkehr lahm
Foto: Reisende stehen am Morgen des 27. Februars, dem Beginn eines bundesweiten Warnstreiks im Nahverkehr, vor einem geschlossenen U-Bahnhof in München. (Symbolbild)

Deutschlands Städte stehen am Freitag still: Ein bundesweiter Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr trifft nahezu alle Regionen. Busse und Bahnen bleiben in zahlreichen Städten im Depot. Betroffen sind hunderttausende Beschäftigte eines zentralen Sektors. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.

Chaos im Morgenverkehr

Fast im gesamten Bundesgebiet sind am Freitagmorgen die Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in vollem Gange. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von rund 150 Verkehrsunternehmen und Busbetrieben zum Ausstand aufgerufen. Mit dabei: etwa 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Keine Bahnen, keine Busse

Für Pendler bedeutet dies: den ganzen Tag über keine S-, U-Bahnen oder Busse. Die Einschränkungen sind massiv. Vielerorts werden die Arbeitsniederlegungen sogar bis in den Samstag hinein ausgedehnt.

Nur eine Ausnahme gibt es: In Niedersachsen ruht der Arbeitskampf, da dort bis Ende März noch eine Friedenspflicht gilt.

Forderungen der Gewerkschaft

Im Kern der Auseinandersetzungen stehen die Arbeitsbedingungen. Verdi kämpft vor allem für kürzere Wochenarbeitszeiten und eine Entlastung bei den Schichtdiensten. Auch höhere Zulagen für Nacht- und Wochenendarbeit stehen auf der Agenda.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und auch bei der Hamburger Hochbahn geht es zusätzlich um Lohnerhöhungen. Die Verhandlungen stocken laut Verdi seit geraumer Zeit, obwohl schon etliche Runden stattgefunden haben.