GdW will Einkommen steuern lassen
Die Kosten für klimafreundliche Heizungen und energetische Sanierungen sollen nach Vorstellung des GdW nicht mehr pauschal auf alle Mieter umgelegt werden. Stattdessen schlägt der Verband vor, die Mieterhöhungen an das jeweilige Einkommen zu koppeln.
„Künftig muss das Einkommen eine stärkere Rolle spielen und nicht mehr die Kaltmiete“, betonte GdW-Präsident Axel Gedaschko gegenüber der „Bild“.
Fairness als Ziel
Konkret gehe es darum, die finanzielle Last gerechter zu verteilen: Mieter mit höherem Einkommen sollen einen größeren Anteil der Sanierungskosten tragen als Leistungsschwächere. „Mieter mit höheren Einkommen sollten stärker an Modernisierungskosten beteiligt werden als Mieter mit niedrigen Einkommen“, so Gedaschko.
Die Regelung betrifft vor allem die Umrüstung auf neue Heizungsanlagen und allgemeine energetische Maßnahmen, deren Kosten Vermieter bisher zu gleichen Teilen auf die Mieter umlegen können. Gedaschko appellierte an die Ampel-Koalition, „schnell zu handeln“.
Ungleichheit anprangert
Er argumentierte, dass es „doch nicht gerecht“ sei, wenn eine alleinerziehende Krankenschwester mit niedrigem Verdienst nach einer Sanierung die gleiche Mieterhöhung tragen müsse wie ein Besserverdienendes Paar im selben Haus. Die aktuelle Praxis schaffe hier eine Ungleichheit, die es zu beseitigen gelte.