Großflächige Ausfälle
Der Warnstreik am BER hat begonnen. Seit den frühen Morgenstunden sind die Auswirkungen spürbar: Kein einziger regulärer Passagierflug wird heute die Startbahn sehen. Die Flughafengesellschaft hat die Reisenden dringend gebeten, sich umgehend mit ihren Airlines oder Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen, um Umbuchungen zu veranlassen oder alternative Reisemöglichkeiten zu klären.
Tarifstreit eskaliert
Grund für die Arbeitsniederlegungen ist ein festgefahrener Tarifkonflikt. Verdi wirft dem Arbeitgeber vor, die Verhandlungen aktiv zu blockieren. Ein Angebot, das die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde unterbreiteten, wurde von der Verdi-Tarifkommission als „nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen. Die Hoffnungen ruhen nun auf der nächsten Verhandlungsrunde, die für den 25. März angesetzt ist.
Provozierendes Angebot?
Die Arbeitgeberseite hatte eine schrittweise Lohnerhöhung über einen langen Zeitraum bis Ende 2028 vorgeschlagen. Begonnen hätte dies mit einer Nullrunde bis Juni, gefolgt von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler bezeichnete dieses Angebot als reine Provokation am Verhandlungstisch.