Preisspritze statt Preiserhöhung!
Die Nachricht kam von Bahnchefin Evelyn Palla: Ab Mai sollen die Fernverkehrspreise für ein Jahr eingefroren bleiben. Eine Geste des guten Willens in Zeiten steigender Energie- und Lebenshaltungskosten. Doch die Resonanz von der Front der Reisenden ist verhalten.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, äußert sich deutlich: „Die Bahn muss die Preise senken.“ Ein einfaches „Nicht-Erhöhen“ sei angesichts der aktuellen Umstände nicht ausreichend, sagte er der Rheinischen Post.
Keine Erhöhung ist zu wenig
Die Argumentation von Pro Bahn ist klar: Wenn die Bahn regelmäßig zu spät kommt und viele Züge ausfallen, ist die Ankündigung, die Preise nicht anzuziehen, ein Tropfen auf den heißen Stein. „Eine Preiserhöhung ist in der gegenwärtigen Situation ohnehin nicht zu vermitteln“, so Neuß.
Zudem macht der Verband auf die dynamische Preisgestaltung im Fernverkehr aufmerksam. Tickets werden je nach Strecke und Auslastung teurer. „Wir haben da keine Fixpreise“, erklärt Neuß. Wie sich das Verzicht auf eine Preiserhöhung konkret auf diese schwankenden Preise auswirken wird, bleibt für Pro Bahn unklar.
