Der SC Freiburg hat geliefert – und wie. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel drehte der SCF das Achtelfinal-Duell gegen KRC Genk eindrucksvoll und gewann das Rückspiel im Europa-Park Stadion mit 5:1. Die Breisgauer stehen damit hochverdient im Viertelfinale der UEFA Europa League.
Doch während Freiburg den großen Europa-Abend feiert, liegt der Fokus jetzt auf dem VfB Stuttgart – und dessen schwierige Aufgabe in Portugal.
Freiburg macht kurzen Prozess
Die Gastgeber starteten mutig und aggressiv in die Partie. Matthias Ginter (19.) und Igor Matanović (25.) sorgten früh für klare Verhältnisse, ehe Genk kurz vor der Pause noch einmal verkürzte.
Nach dem Seitenwechsel machte Freiburg dann alles klar. Vincenzo Grifo, Yuito Suzuki und Maximilian Eggestein stellten mit ihren Treffern auf 5:1. Ein souveräner Auftritt, der das Hinspiel schnell vergessen ließ.
Jetzt zählt alles für den VfB
Während Freiburg bereits im Viertelfinale steht, beginnt für den VfB Stuttgart jetzt die entscheidende Phase. Die Schwaben müssen beim FC Porto einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel drehen – und das ausgerechnet in einem der schwierigsten Auswärtsstadien Europas.
Porto gilt in dieser Saison als extrem heimstark. Im Estádio do Dragão haben die Portugiesen bislang kaum Punkte liegen lassen und treten mit viel Selbstvertrauen an. Die Ausgangslage ist damit klar: Stuttgart braucht mindestens einen Sieg.
Hinspiel zeigt das Problem
Das erste Duell machte deutlich, worauf es für den VfB ankommt. Porto nutzte in der Anfangsphase zwei starke Momente konsequent aus und ging früh mit 2:0 in Führung. Stuttgart kam zwar durch Deniz Undav zurück ins Spiel, konnte den Druck in der zweiten Halbzeit aber nicht in weitere Tore umwandeln.
Besonders bitter: Ein Treffer von Angelo Stiller wurde vom VAR wegen Abseits aberkannt. Es fehlte letztlich an Effizienz – genau das, was Freiburg im Rückspiel so stark gemacht hat.
Kaum Rotation – Hoeneß setzt auf Stammkräfte
Trainer Sebastian Hoeneß kann vor dem Rückspiel kaum rotieren. Die Belastung durch die englischen Wochen ist hoch, viele Leistungsträger sind gefordert. Lediglich wenige Veränderungen in der Startelf sind möglich.
Gleichzeitig hat der VfB zuletzt Selbstvertrauen getankt. Der Sieg gegen RB Leipzig am Wochenende zeigte, dass Stuttgart auch gegen starke Gegner bestehen kann.
Alles offen – und ein großes Ziel
Die Ausgangslage ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Gelingt dem VfB Stuttgart die Wende in Porto, wäre das ein echtes Ausrufezeichen in Europa. Der Einzug ins Viertelfinale würde nicht nur sportlich ein Erfolg sein – er würde auch neue Träume wecken.
Denn wer Porto rauswirft, darf sich im Wettbewerb durchaus mehr ausrechnen.
Baden-Württemberg träumt von Europa
Während Freiburg bereits den nächsten Schritt gemacht hat, könnte Stuttgart nachziehen. Ein Europa-Abend mit zwei Geschichten – und vielleicht am Ende mit einem gemeinsamen Ziel: weiter träumen in der Europa League.