Datenauswertung zeigt: Lücken im System
Ein wachsender Berg von fast 70 Millionen gelöschten Artikeln allein im vergangenen November von den fünf größten Shopping-Plattformen in Deutschland – das ist das Ergebnis einer Datenauswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Darunter fanden sich laut der „Süddeutschen Zeitung“ 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestufte Produkte. Eine beachtliche Zahl, die jedoch nur die Spitze des Eisbergs darstellen dürfte.
Jahrelanges Feilschen mit der Sicherheit
Die EU-Datenbank, in der Online-Marktplätze ihre Produktlöschungen dokumentieren müssen, birgt eine ernüchternde Wahrheit: Der Abgleich bleibt lückenhaft. Das bedeutet, dass gesundheitsschädliche Waren weiterhin über die virtuellen Gassen flimmern, teils jahrelang unentdeckt oder ignoriert. Das Sicherheitsnetz, so scheint es, hat zu große Maschen.
VZBV fordert Prävention statt Reaktion
Der VZBV schlägt Alarm. Die aktuelle Praxis, bei der Produkte erst nach einer Warnung vom Netz genommen werden, reicht ihnen nicht mehr. Die Forderung ist klar und deutlich: Unsichere Produkte dürfen gar nicht erst online gehen. Ein präventiver Ansatz soll verhindern, dass Konsumenten überhaupt erst mit riskanten Waren in Kontakt kommen.