Mehr Geld für nasseMoore
Brüssel winkt durch: Die Europäische Kommission hat gestern eine großangelegte deutsche Beihilferegelung für die Moorwiedervernässung genehmigt. Insgesamt sollen 1,3 Milliarden Euro fließen, um überschüssiges Wasser in den Böden zu halten.
Das ist ein wichtiger Hebel im Kampf gegen den Klimawandel. Moorlandschaften sind wahre CO2-Speicher. Werden sie entwässert – oft für die Landwirtschaft – entweichen Treibhausgase. Mit der neuen Regelung sollen Landwirte und Flächeneigentümer honoriert werden, die ihreMoore wieder vernässen.
Anreize für Bauern
Das Geld deckt ein breites Spektrum ab: Von Beratung und Investitionen bis hin zu Ausgleichszahlungen für mögliche wirtschaftliche Einbußen. Sogar die Förderung sogenannter Paludikulturen – also Anbau auf nassen Flächen – ist Teil des Pakets. Bis zu 100 Prozent der Kosten können als Zuschuss gewährt werden.
Wer sich schnell entscheidet und innerhalb eines Jahres mitmacht, erhält zusätzlich einen Bonus von 20 Prozent. Die EU-Kommission sieht in der Regelung ein wirksames Mittel, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.
Wettbewerb und Handel unter den EU-Staaten
Die Brüsseler Behörde befand nach eingehender Prüfung, dass die Regelung den EU-Vorgaben entspricht. Sie soll den Klimaschutz voranbringen, Anreize setzen und die Ziele erreichen. Wichtig: Die Beihilfen sind so gestaltet, dass sie den Wettbewerb und den Handel zwischen den EU-Staaten nur geringfügig beeinflussen.
EU-Kommissionsvize Teresa Ribera betonte die Bedeutung der Maßnahme. „Die Wiedervernässung entwässerter Moorflächen in der EU ist ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung unserer Klimaziele“, so Ribera. Gleichzeitig acknowledge sie die Herausforderungen für die Landwirtschaft.
Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2029 angelegt. Ein wichtiges Signal für den Naturschutz – und einen potenziellen Weg, klima- und wettbewerbsfreundlichere Wertschöpfungsketten zu entwickeln.