Ermittlungserfolg nach Diebstahlsserie

Erfolgreiche Festnahmen in Tübingen: Pedelec-Diebe in Haft

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Nach monatelangen Ermittlungen ist der Polizei in Tübingen ein entscheidender Schlag gegen eine Bande von Pedelec-Dieben gelungen. Vier mutmaßliche Täter wurden festgenommen, ein Komplize ist noch flüchtig. Die Serie umfasste über 60 Diebstähle hochwertiger E-Bikes im Wert von mehr als 200.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen konnten einen bemerkenswerten Ermittlungserfolg verbuchen: Vier mutmaßliche Täter einer Pedelec-Diebstahlsserie befinden sich in Untersuchungshaft. Einem Fünften gelang die Flucht.

Spezial-Ermittlungsgruppe deckt Bandenstrukturen auf

Die Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren stehen im Verdacht, seit Sommer 2025 über 60 hochwertige Pedelecs im Tübinger Raum gestohlen zu haben. Der Gesamtschaden wird auf über 200.000 Euro geschätzt. Angesichts des deutlichen Anstiegs der Fahrraddiebstähle wurde Anfang November eine achtköpfige Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat Tübingen eingerichtet. Durch akribische Arbeit und umfangreiche polizeiliche Maßnahmen gelang es den Beamten, die Strukturen und Vorgehensweisen der Tätergruppierung nachzuvollziehen.

Durchsuchungen und Festnahmen in Tübingen und Freiburg

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen erließ das zuständige Amtsgericht Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse für Wohnobjekte in Tübingen und Freiburg. Mehr als 30 Beamte, unterstützt vom Polizeipräsidium Einsatz, führten am Montagmorgen die zeitgleichen Durchsuchungen durch. Dabei konnten vier der fünf Beschuldigten, allesamt ukrainische Staatsangehörige, festgenommen werden. Ein 23-jähriger Tatverdächtiger ist derzeit noch auf der Flucht. Bei den Aktionen stellten die Ermittler knapp ein Dutzend gestohlene Fahrräder im Wert von mehreren zehntausend Euro sowie weiteres wichtiges Beweismaterial sicher.

Untersuchungshaft angeordnet

Die vier Festgenommenen wurden noch am selben Tag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser setzte die von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehle in Vollzug und ordnete die Untersuchungshaft an. Die Beschuldigten wurden anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten überführt. Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob die Tätergruppierung für noch mehr gleichgelagerte Straftaten verantwortlich ist.