Bau des Bundestags-Erweiterungsbaus verzögert sich erneut

Elendes Lüders-Haus: Neuerliche Panne kostet zehn Monate länger

Elendes Lüders-Haus: Neuerliche Panne kostet zehn Monate länger
Foto: Blick auf die Spree zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Prestigeprojekt des Bundestags, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, kämpft weiter mit massiven Problemen. Die Übergabe der Bürobereiche verschiebt sich um rund zehn Monate. Ursache sind offenbar technische Mängel.

Erneut Zeitplan gerissen

Die Eröffnung des Erweiterungsbaus am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags verzögert sich erneut. Das meldet das Nachrichtenmagazin Politico unter Berufung auf einen Brief von Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne).

Die zuständige Behörde, das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), peilt nun Anfang Juni 2026 als Einzugstermin an. Bislang war man von Ende des ersten Quartals 2026 ausgegangen. Eine Garantie für den neuen Termin gibt es laut BBR nicht.

Mangelhafte Steuerung und Koordination

Nouripour kritisiert in seinem Schreiben eine „unzureichende strategische Steuerung und fachliche Koordination der Haustechnik durch das BBR“. Auch das für die Behörde zuständige Bauministerium sei im gesamten Prozess kaum in Erscheinung getreten, so der Vizepräsident. Der Bau ist damit nun im 13. Jahr in Verzug – mehr als die Neun-Jahres-Verspätung beim Berliner Flughafen.

Aktuell liegen die Probleme bei der technischen Gebäudeausrüstung. Insbesondere die Stromspannung sowie Brand-, Einbruchs- und Entrauchungsanlagen bereiten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen.

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