Mehr Rechte für Paare mit Kinderwunsch

Eizellenspende: Gesundheitsministerin Warken will Parlamentsinitiative starten

Eizellenspende: Gesundheitsministerin Warken will Parlamentsinitiative starten
Foto: Nina Warken am 25.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant einen Vorstoß, um die Eizellenspende in Deutschland zu legalisieren. Viele Paare weichen bislang ins Ausland aus. Warken will hierzulande eine geregelte Option schaffen und tauscht sich bereits mit Kolleginnen aus.

Gewissensentscheidung im Bundestag angestrebt

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will eine Initiative ergreifen, damit der Bundestag die Eizellenspende in einer Gewissensentscheidung erlauben kann. Ziel sei es, Paaren mit Kinderwunsch eine geregelte Möglichkeit im Inland anzubieten, anstatt dass diese ins Ausland reisen müssen.

Warken betonte, dass es ihr nicht darum gehe, „alle Türen weit aufzumachen“. Sie vertrete eine „restriktive Haltung“. Eine denkbare Option sei es, Eizellen, die ohnehin nach einer Kinderwunschbehandlung vorhanden seien, für eine Spende freizugeben, ohne dass eine erneute Entnahme nötig werde.

Austausch mit anderen Ministerinnen

Die Ministerin plant dazu Gespräche mit Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Familienministerin Karin Prien (CDU). Im Anschluss sollen die Koalitionsfraktionen eingebunden werden, um auszuloten, ob es aus der Mitte des Parlaments einen entsprechenden Vorschlag geben wird – ein üblicher Weg bei ethischen Fragestellungen.

Bislang ist die Eizellenspende in Deutschland untersagt. Gründe sind unter anderem die Risiken für Spenderinnen und die Diskussion um die biologische Elternschaft des Kindes. Die Frauen-Union, deren Vorsitzende Warken ist, spricht sich bereits für eine Legalisierung aus. Im aktuellen Koalitionsvertrag findet sich hierzu keine Regelung.