Stimmung im Handel kühlt ab

Dunkle Wolken über dem Einzelhandel: Geschäftsklima im Februar weiter gesunken

Foto: Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Zuversicht im deutschen Einzelhandel hat im Februar spürbar gelitten. Das wichtige Geschäftsklima fiel auf den tiefsten Stand seit Januar und zeigt deutliche Sorgen bei Unternehmen. Besonders Möbel- und Bekleidungshändler blicken pessimistisch in die Zukunft, während Lebensmittelläden und Autohändler leichte Hoffnung schöpfen.

Eintrübung nimmt zu

Für den deutschen Einzelhandel ist der Start ins neue Jahr alles andere als rosig. Das vom Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima sank im Februar auf minus 27,7 Punkte – ein deutlicher Rückgang gegenüber den minus 24,1 Zählern im Vormonat. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage pessimistischer und die Erwartungen für die Zukunft bleiben gedämpft. „Die Einzelhändler sind verhalten in das neue Jahr gestartet“, kommentierte Ifo-Experte Patrick Höppner die Entwicklung.

Geopolitik belastet

Die anhaltenden geopolitischen Risiken und steigende Energiepreise könnten die Verbraucherstimmung weiter drücken und den Einzelhandel zusätzlich unter Druck setzen. Das spüren vor allem Möbelhäuser und der Bekleidungshandel, deren Stimmung sich im Februar weiter verschlechterte. Deutlich besser sieht es dagegen im Lebensmitteleinzelhandel und bei den Autohäusern aus, hier gab es eine leichte Aufhellung.

Handel im Vergleich pessimistisch

Ifo-Experte Höppner betont, dass die Stimmung im Handel insgesamt eingetrübt bleibt, sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen wie dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungssektor oder dem Baugewerbe schätzen Händler ihre aktuelle Geschäftslage und vor allem ihre Zukunftsaussichten deutlich negativer ein. „Bei den Geschäftserwartungen sind die Händler besonders pessimistisch.“

Preiserhöhungen und Personalabbau

Dennoch plant ein größerer Teil der Einzelhändler im Februar, ihre Preise in den kommenden Monaten zu erhöhen. Dies gilt insbesondere für Möbelhäuser und Lebensmittelmärkte. Gleichzeitig baut der Einzelhandel eher Stellen ab als auf. Dies könnte auch ein Grund für die zuletzt etwas entspanntere Lage beim Fachkräftemangel sein.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)