Hohe Kosten für Steuergeschenke
Die Idee, den Spitzensteuersatz erst bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro greifen zu lassen, wie von Linnemann vorgeschlagen, könnte Singles bis zu 1.000 Euro und Paare bis zu 2.000 Euro mehr im Portemonnaie lassen. Allerdings profitieren davon vor allem die oberen zehn Prozent der Einkommensbezieher.
Durchschnittsverdiener spüren davon kaum etwas: Singles mit moderatem Einkommen würden demnach nur um rund 92 Euro im Jahr entlastet, Familien mit zwei Kindern um etwa 160 Euro.
DIW-Steuerexperte Stefan Bach erklärt gegenüber der „Welt“: „Um die Reform aufkommensneutral zu gestalten, müsste man den Spitzensteuersatz bis 47 Prozent hochziehen.“ Diese Grenze würde dann aber erst bei einem Einkommen von über 97.000 Euro erreicht werden – eine deutliche Verschiebung im Vergleich zum aktuellen Satz.