Mehrheit sieht Risiken, junge Generation optimistischer

Deutsche gespalten bei KI-Zukunft

Deutsche gespalten bei KI-Zukunft

Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Künstliche Intelligenz (KI) spaltet die Bundesrepublik. Während eine vorsichtige Mehrheit vor allem Gefahren wie Deepfakes und Falschnachrichten sieht, blickt die junge Generation optimistischer in die technologiegetriebene Zukunft. Das geht aus einer aktuellen Umfrage für den "Deutschlandtrend" hervor, die auch Einkommensunterschiede bei der Bewertung des Themas offenlegt.

KI: Zwischen Hoffnung und Skepsis

Der „Deutschlandtrend“ zeichnet ein geteiltes Bild: Nur 38 Prozent der Befragten erwarten, dass KI eine positive Entwicklung für ihr Leben in den kommenden Jahren bedeutet. Dem gegenüber stehen 45 Prozent, die eher eine Verschlechterung prognostizieren. Die Ergebnisse der Infratest-Umfrage unter 1.316 Wahlberechtigten zeigen klare Bruchlinien in der Bevölkerung.

Besonders die Jüngeren, zwischen 18 und 34 Jahren, sind angetan von den Möglichkeiten der KI. Hier ist es eine knappe Mehrheit von 51 Prozent, die auf eine Verbesserung hofft, während 37 Prozent dagegen Bedenken anmelden. Ein deutlicher Kontrast zu älteren Generationen, deren Meinungen in der Umfrage nicht explizit aufgeschlüsselt wurden.

Auch das Einkommen spielt eine Rolle: Menschen mit geringerem Haushaltsnettoeinkommen zeigen sich kritischer gegenüber KI-Entwicklungen als jene mit höherem Einkommen. Die positivere Haltung bei ihnen korreliert offenbar mit einer höheren Wertschätzung der Technologie.

Häufigste Sorge: Deepfakes und Falschnachrichten

Doch wo liegen die größten Gefahren? Auf Platz eins der Sorgenliste stehen mit 53 Prozent sogenannte „Deepfakes“ – also KI-generierte Fotos und Videos von Personen. Fast ebenso viele Menschen (47 Prozent) sehen ein großes Risiko darin, echte von falschen Nachrichten unterscheiden zu können, wenn sie durch KI erstellt wurden. Der KI-gestützte Umgang mit Informationen bereitet vielen Kopfzerbrechen.

Auch die Befürchtung, dass KI Arbeitsplätze kosten könnte, ist weit verbreitet. 17 Prozent bewerten dies als „sehr großes Risiko“, weitere 47 Prozent stufen es als „großes Risiko“ ein. Die ökonomischen Auswirkungen des technologischen Wandels werden offenbar sorgfältig beobachtet und mit Skepsis betrachtet.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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