Gewinnmitnahmen und neue Unsicherheiten drücken auf den Leitindex.

DAX startet schwach: Inflationssorgen zurück auf der Agenda

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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex hat am Freitag schwächer in den Handel gestartet. Er fiel gegen 9:30 Uhr um 0,8 Prozent auf rund 24.265 Punkte. Experten sehen eine Mischung aus Gewinnmitnahmen nach dem knapp überstandenen Feiertagshandel und wieder aufflammenden Sorgen um die Inflation und den Nahost-Konflikt als Ursache.

Inflation rückt wieder in Fokus

Der Handelstag begann am Freitag mit einem deutlichen Minus für den Dax. Der Leitindex verlor 0,8 Prozent und wurde gegen 9:30 Uhr bei 24.265 Punkten notiert. Damit gab er die Gewinne vom Vortag teilweise wieder ab.

„Gestern wurde der Dax im sehr dünnen Feiertagshandel noch über die Marke von 24.400 Punkten gezogen, heute schicken ihn eine wieder steigende Unsicherheit in Bezug auf den Nahost-Konflikt und Gewinnmitnahmen nach unten“, so Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets.

Globale Märkte unter Druck

Auch die Börsen in Asien zeigten sich von Gewinnmitnahmen beeinflusst. Insbesondere Technologie- und Halbleiterwerte erlebten Verkäufe. Lipkow begründet dies mit einer immer klarer werdenden Inflationsproblematik und enttäuschenden Gesprächen zwischen China und den USA bezüglich des Imports von KI-fähigen Halbleitern. Die Anleger befürchten nun eine Eintrübung der anfangs konstruktiven Stimmung zwischen beiden Ländern.

Diese Sorgen spiegeln sich auch in den Daten aus Japan wider. Dort lagen die Erzeugerpreise höher als erwartet und zeigen ein ähnliches Bild wie in Europa und den USA. Investoren, die das Inflationsrisiko zuletzt aus den Augen verloren hatten, werden nun durch harte Fakten wieder aufmerksam gemacht.

Defensive Haltung vor dem Wochenende

Vor dem Wochenende wählen Anleger tendenziell eine defensivere Positionierung und nehmen Gewinne mit. Die geopolitische Gemengelage verändert sich über die Wochenenden oft dramatisch, was am darauffolgenden Montag zu deutlichen Kursverlusten am Aktienmarkt führen kann.

US-Daten im Blick

Für den heutigen Handelstag stehen noch die Veröffentlichung des Empire-State-Index und die Daten zur Industrieproduktion aus den USA an, die für weitere Impulse sorgen könnten.

Devisen und Rohstoffe im Blickpunkt

Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Freitagmorgen nach und kostete 1,1642 US-Dollar. Der Goldpreis verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste und fiel um 1,5 Prozent auf 4.582 US-Dollar je Feinunze. Im Gegensatz dazu stieg der Ölpreis: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 107,40 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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