Markt beobachtet Ölpreis und Trumps Reaktion

DAX startet im Plus – Krise am Persischen Golf belastet weiter

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat am Montagmorgen positiv auf die neue Handelswoche geblickt. Ein leichter Gewin von 0,3 Prozent führte den Leitindex gegen 9:30 Uhr auf rund 24.360 Zähler. Experten warnen jedoch vor zu viel Optimismus: Die geopolitischen Spannungen am Persischen Golf und der damit verbundene hohe Ölpreis dämpfen die Stimmung und könnten eine fortgesetzte Achterbahnfahrt an den Märkten bedeuten.

Leichter Auftakt an der Börse

Der deutsche Leitindex DAX hat am Montagmorgen einen positiven Start in die Handelswoche hingelegt. Gegen 9:30 Uhr notierte der Index mit rund 24.360 Punkten und lag damit 0,3 Prozent über dem Schlussniveau des Vortages.

Sorge um ölpreis und Sicherheit

Die positive Eröffnung überspielte jedoch nicht die anhaltende Unsicherheit über die Lage in der Straße von Hormus. „Die Kurserholung im DAX vor dem verlängerten Wochenende wirkt für sich betrachtet imposanter, als sie im Gesamtkontext eines nach wie vor nicht vorhandenen Trends in Wirklichkeit ist“, erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Den Analysten treiben vor allem die hohen Ölpreise und die unklare Situation an der strategisch wichtigen Wasserstraße um. Neue Zolldrohungen von US-Präsident Trump verschärften die Stimmung zusätzlich.

Saisonale Schwäche und Ölpreis im Fokus

Stanzl prognostiziert, dass der DAX nun in eine saisonal eher schwächere Börsenphase eintreten könnte. Bislang hatte das jahreszeitliche Muster den Markt gestützt. „Unter dem Strich könnte sich die Schaukelbörse im DAX also fortsetzen“, so der Experte. Für einen nachhaltigen Anstieg in Richtung Rekordhoch fehle dem Index die Kraft, solange der Ölpreis nahe der 120-Dollar-Marke verharrt. „Ein Trend im DAX ist weiter nicht erkennbar.“

120-Dollar-Marke als Gradmesser

Kurzfristig schöpfen Anleger laut Stanzl Kraft daraus, dass der Ölpreis trotz seines Anstiegs auf 120 Dollar diese seit Kriegsbeginn wichtige Preisgrenze bislang nicht nachhaltig überschreiten konnte. Diese Marke gelte als Gradmesser für die Stimmung am Energiemarkt. Schwankungen zwischen 100 und 120 Dollar scheinen die Märkte derzeit zu akzeptieren. Die westlichen Ölreserven leeren sich jedoch kontinuierlich. Ein Anstieg über 120 Dollar sei daher nur eine Frage der Zeit, sollte die Seefahrt durch die Straße von Hormus blockiert bleiben.

Skepsis gegenüber Trumps Plänen

Der Plan von US-Präsident Trump zur Rettung gestrandeter Schiffe im Persischen Golf stößt bei Anlegern auf Skepsis. Die entscheidende Frage sei, ob sich überhaupt ein Schiff auf den Weg durch die Straße von Hormus wage, solange die Fragen der Versicherung und der Sicherheit nicht vollständig geklärt seien. „Die Börsen tendieren dazu, nicht mehr auf Trumps Worte zu reagieren – sie wollen Taten und Ergebnisse sehen, bevor sie reagieren“, kommentierte Stanzl.

Euro und Gold geben nach, Öl steigt leicht

Der Euro zeigte sich am Montagmorgen etwas schwächer und kostete 1,1726 US-Dollar. Der Goldpreis gab ebenfalls nach und fiel um 0,6 Prozent auf 4.586 US-Dollar pro Feinunze. Derweil stieg der Preis für ein Fass Nordsee-Sorte Brent leicht auf 109,00 US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 78 Cent oder 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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