Investoren setzen auf solide Unternehmensperspektiven

DAX setzt Erholung fort – Infineon führt Gewinnerliste an

Foto: Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex hat am Dienstag zur Mittagszeit die Aufholjagd fortgesetzt und den Handel mit einem deutlichen Plus beendet. Anleger scheinen die jüngsten Ölpreis-Schwankungen vorerst hinter sich zu lassen und richten den Blick wieder verstärkt auf aussichtsreiche deutsche Blue-Chips. Insbesondere Technologie- und Automobilwerte stehen im Fokus.

DAX im Aufwind

Der Dax hat am Dienstagmittag seinen Erholungstrend fortgesetzt. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex rund 2,2 Prozent im Plus und lag bei etwa 23.930 Punkten. Damit schloss er das gestrige Handelsniveau deutlich hinter sich.

Schwergewichte auf der Gewinnerseite

An der Spitze der Kursliste fanden sich am Mittag Infineon, Siemens Energy und Continental. Am unteren Ende des Rankings standen Fresenius Medical Care (FMC), die Deutsche Börse und die Deutsche Telekom.

Anleger sehen Kaufgelegenheiten

„Die Anleger haben vorerst einen Haken an die Ölpreisentwicklung gemacht und sehen sich wieder nach Kaufgelegenheiten bei deutschen Blue-Chips um“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Er hob hervor, dass Unternehmen mit „intakten Investmentstorys“ derzeit besonders gefragt seien. Infineon und Siemens Energy profitierten von anhaltender Konjunktur-Hoffnung im Bereich Künstliche Intelligenz, während Finanzinstitute von den hohen Handelsvolumina der jüngsten Zeit profitierten.

Volkswagen mit positivem Ausblick

Auch die Aktie von Volkswagen rückte in den Fokus. Der Autobauer präsentierte seine Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr, die laut Lipkow im Rahmen der ohnehin niedrigen Erwartungen lagen und bei der Dividende sogar leicht positiv überraschten. Insbesondere der Ausblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung stimme viele Anleger optimistisch.

Vorsicht bleibt geboten

Lipkow mahnte jedoch zur Vorsicht. Die Erholung werde maßgeblich von Short-Eindeckungen und selektiven Käufen getrieben. Die Nachrichtenlage im Nahen Osten könne sich jederzeit abrupt ändern. Für eine Entspannung im Konflikt seien zudem übereinstimmende Aussagen der beteiligten Kriegsparteien notwendig.

Euro legt zu, Ölpreis fällt

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittag stärker und notierte bei 1,1646 US-Dollar. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent gab dagegen deutlich nach und kostete gegen 12 Uhr des Mittags 91,35 US-Dollar pro Fass – ein Rückgang von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)