US-Präsident sorgt für Turbulenzen
Der heutige Handelstag begann für den DAX im Minus. Gegen 9:30 Uhr lag der Leitindex bei rund 22.930 Punkten, was einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortag entsprach. An der Spitze der Kursliste mischten am Morgen die Aktien von Brenntag, Hannover Rück und Eon mit. Am Ende der Liste fanden sich unter anderem Infineon, Siemens Energy und die Deutsche Bank.
Experten zufolge gibt aktuell vor allem Donald Trump die Richtung an den Börsen vor. „Nach einer kurzen Erholung schickt er die Börsen auf eine erneute Talfahrt“, kommentiert Thomas Altmann von QC Partners. Die Märkte hatten offenbar auf eine entspanntere geopolitische Lage spekuliert, doch neue Drohungen des US-Präsidenten in Richtung Teheran sorgten für eine schnelle Kehrtwende. Die Reaktionen seien die bereits bekannten: Aktien, Renten und der Bitcoin fallen, und der Ölpreis steigt.
23.000-Punkte-Marke im Fokus
Für den DAX dürfte die jüngste Erholung mit drei positiven Handelstagen in Folge damit vorerst beendet sein, so Altmann. Die Marke von 23.000 Punkten gerät nun wieder verstärkt in den Blick der Anleger. Seit Beginn des jüngsten Konflikts wurde diese Schwelle bereits mehrfach – sowohl nach oben als auch nach unten – durchbrochen. Ob die Marke weiteren Belastungen standhält, bleibt abzuwarten.
Parallel dazu zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Donnerstagmorgen schwächer. Ein Euro kostete 1,1529 US-Dollar. Der Ölpreis verzeichnete derweil einen deutlichen Anstieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis gegen 9 Uhr auf 108,00 US-Dollar, ein Zuwachs von 6,7 Prozent binnen eines Handelstages.