Marktbeben nach Iran-Gerüchten
Am Donnerstagvormittag zeigten sich die Börsen noch optimistisch. Gerüchte über angebliche Verhandlungsbereitschaft des Irans im Atomstreit ließen den Dax kurzzeitig über die Marke von 24.350 Punkten klettern. Diese Euphorie währte jedoch nur kurz.
Im Laufe des Handelstages wich die Zuversicht der Ernüchterung. Mit weiteren militärischen Eskalationen im Nahen Osten und der fehlenden Klarheit über einen konkreten Verhandlungsführer im Iran schwand die Hoffnung auf eine friedliche Lösung. Die Lage wird als weiterhin „verworren“ beschrieben.
Anleger in Sorge – Öl treibt Kurse
Die Rückkehr zur Skepsis führte dazu, dass der Dax im Handelsverlauf wieder unter die psychologisch wichtige 24.000er-Marke fiel. Anleger blicken mit Sorge auf eine mögliche weitere Dynamik im Nahostkonflikt. Unsichere Gerüchte und Spekulationen beherrschen die Finanzmärkte und sorgen für fallende Kurse.
Auch die weitere Entwicklung der europäischen Aktienmärkte ist unklar. Ein wichtiger Faktor bleibt die Entwicklung des Ölpreises. Steigende Preise könnten Investoren weiter von europäischen Aktien abwenden lassen. Der Fokus liegt aktuell auf der Dynamik der Preisentwicklung.
Sollten die Ölpreise weiter nach oben klettern, droht eine Neubelebung der Inflation. Dies könnte die fragile Konjunkturerholung in Europa gefährden. Die Europäische Zentralbank stünde vor einem Dilemma, da Zinssenkungen die Inflation weiter anheizen würden.
Euro schwächer, Gold im Minus, Öl im Plus
Am Donnerstagnachmittag gab der Euro nach und kostete 1,1569 US-Dollar. Der Goldpreis verzeichnete ebenfalls deutliche Abgaben und wurde für eine Feinunze mit 5.067 US-Dollar gehandelt.
Deutlich anders präsentierte sich der Ölpreis: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Donnerstagnachmittag um 4,2 Prozent auf 84,84 US-Dollar.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)
