Bullen am Ruder, aber Vorsicht bleibt
Der Dax hat am Dienstag einen starken Anstieg hingelegt. Zum Handelsende an der Frankfurter Börse stand der Index bei 23.969 Punkten, ein sattes Plus von 2,4 Prozent zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Handelsstart behauptete sich der Index trotz Schwankungen konstant im Plus.
Ein Analyst von CMC Markets sah die Ursache in einer vorläufigen Entspannung bei den Ölpreisen. „Die Anleger haben vorerst einen Haken an die Ölpreisentwicklung gemacht und sich heute wieder nach Kaufgelegenheiten bei deutschen Blue-Chips umgesehen“, erklärte er. Dies habe auch die Aktie von Volkswagen in den Fokus gerückt.
VW mit starken Zahlen überrascht
Der Wolfsburger Autobauer präsentierte seine Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr. Sowohl die Rückschau auf das abgelaufene Jahr als auch die Dividende lagen im Rahmen der ohnehin niedrigen Erwartungen und übertrafen diese zum Teil leicht positiv. Besonders der Ausblick sorgte für Optimismus unter den Investoren.
KI-Fantasien und Banken unter Druck
Auch Unternehmen mit attraktiven Zukunftsperspektiven waren gefragt. Infineon und Siemens Energy profitierten von erneuten Spekulationen rund um künstliche Intelligenz. Die Ölpreise hingegen brachen kräftig ein: Ein Fass Brent-Rohöl verbilligte sich um knapp zehn Prozent auf 89,28 US-Dollar. Auch der Gaspreis gab deutlich nach.
Trotz der positiven Kursentwicklung blieben die Anleger im Hinblick auf den Nahen Osten zurückhaltend. „Zu viele Fragen über Fortgang oder Ende des Krieges bleiben unbeantwortet und damit ist auch stand jetzt nicht klar, welche weiteren Auswirkungen auf die Energiepreise bestehen“, so der Marktanalyst. Daher sei Vorsicht oberhalb der 24.000-Punkte-Marke im Dax zu erwarten.
An der Spitze der Kursliste in Frankfurt rangierten Infineon, Bayer, Continental und Siemens Energy. Am Ende des Feldes fanden sich die Aktien von SAP und Scout 24 wieder.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro auf 1,1649 US-Dollar fest. Der Erdgaspreis sank um 16 Prozent auf 47 Euro pro Megawattstunde. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)


