Ölpreis treibt Sorgen
Zum Xetra-Handelsschluss ermittelten Händler den Indexstand bei 23.590 Punkten. Nach einem schwachen Start konnte der Dax am Mittag zwar kurzzeitig ins Plus drehen, baute seine Verluste am Nachmittag jedoch weiter aus.
„Die Anleger interessieren weiter primär die Ereignisse im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Rohölpreise“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Aktuell scheinen sie auf eine Szenario zu setzen, bei dem Notfallreserven der USA und Europas die Zeit bis zu einem Ende des Konflikts im Iran überbrücken sollen. Ob sich diese Erwartung bewahrheitet, bleibt jedoch unsicher.
Immerhin trage diese Hoffnung dazu bei, kurzfristig panikartige Verkäufe an den europäischen Aktienmärkten zu verhindern. Auch die im Vorfeld des Konflikts aufgebauten Absicherungspositionen scheinen einen Teil der potenziellen Kursrückgänge abzufedern.
Bis kurz vor Handelsschluss lagen die Papiere von Zalando und Brenntag an der Spitze der Kursliste. Die Aktien von Heidelberg Materials und Deutscher Bank bildeten hingegen das Schlusslicht.
Der Gaspreis stieg zugleich leicht: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im April verteuerte sich um ein Prozent auf 51 Euro. Sollte sich dieses Preisniveau dauerhaft halten, impliziert dies für Verbraucher einen Preis von mindestens zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde, Nebenkosten und Steuern inklusive.
Der Ölpreis schoss unterdessen stark in die Höhe: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 99,78 US-Dollar. Das entsprach einem Zuwachs von 8,5 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.
Die europäische Gemeinschaftswährung präsentierte sich am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro war für 1,1527 US-Dollar zu haben, ein Dollar entsprechend für 0,8675 Euro. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

