Energiepreise schießen in die Höhe

Dax fällt weiter – Iran-Konflikt und Berichtssaison belasten

Symbolbild Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex hat am Montagmittag weitere Verluste verzeichnet. Anlass zur Sorge geben weiterhin die Spannungen am Persischen Golf, während Investoren gespannt auf die laufende Berichtssaison blicken. Insbesondere die Ölpreise sorgten für Aufsehen.

Leitindex rutscht ab

Der Dax hat auch am Montagmittag weiter an Wert verloren. Nach einem bereits schwachen Handelsstart bewegte sich der deutsche Leitindex im roten Bereich. Gegen 12:30 Uhr lag der Dax bei rund 23.570 Punkten und damit 1,0 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages. Schlusslichter bildeten Continental, die Deutsche Telekom und Siemens Energy, während Rheinmetall, RWE und Eon an der Spitze der Kursliste standen.

Iran-Krise als Störfaktor

Die angespannte Lage im Iran und der Straße von Hormus beschäftigt die Märkte weiterhin. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sieht hier eine anhaltende Schwierigkeit. „Die Situation im Iran und der Straße von Hormus bleibt weiterhin schwierig“, so Lipkow. Eine angekündigte Seeblockade der USA gegen den Iran könnte die Lage schnell eskalieren lassen, auch wenn offiziell eine Waffenruhe besteht.

Die Märkte würden derzeit ein „beiderseitiges Abtasten“ beobachten, um die Grenzen der jeweiligen Parteien auszuloten. Investoren fokussieren sich neben der geopolitischen Entwicklung stark auf die beginnende Berichtssaison. Besonders die Quartalszahlen von US-Investmentbanken wie Goldman Sachs, die am Montag erwartet wurden, finden große Beachtung.

Energiepreise treiben Sorgen

Die Ertragslage dieser Finanzinstitute und deren Rückstellungen für potenzielle Marktrisiken geben Aufschluss über den Zustand der US-Wirtschaft. Für den Dax spielt auch die Entwicklung der Energiepreise eine entscheidende Rolle. „Die hohe Abhängigkeit der deutschen Industrie von Erdölexporten wird Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen“, prognostiziert Lipkow. Die angekündigten Warnstreiks bei der Lufthansa würden die Situation zusätzlich verschärfen.

Euro stabil, Ölpreis steigt kräftig

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmittag stabil. Ein Euro kostete 1,1686 US-Dollar. Deutlicher zeigte sich die Bewegung am Ölmarkt: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis gegen 12 Uhr deutscher Zeit um 7,7 Prozent auf 102,50 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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