Erholung an der Börse
Der Dax drehte am Montagmittag ins Plus und baute seine Gewinne im weiteren Verlauf aus. Gestützt wurde die positive Entwicklung von einer leichten Entspannung bei den Ölpreisen und einer vorerst ausbleibenden Eskalation im Nahen Osten. Dies sorgte zu Beginn der dritten Kriegswoche für eine willkommene Erholung am Aktienmarkt, wie Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, kommentierte.
Dennoch bleibt die Stimmung an der Frankfurter Börse angespannt. Die hohen Energiepreise werfen weiterhin ihre Schatten voraus. Anleger tun sich schwer damit, die langfristigen Auswirkungen auf die einzelnen Branchen einzuschätzen. Zusätzlich steht am Freitag der große Verfallstermin an den Terminmärkten bevor.
Investoren vor Zwickmühle
Bis zu diesem Termin müssen viele Investoren entscheiden, ob sie ihre Aktienbestände halten und Absicherungsgeschäfte über den Verfallstermin rollen, oder ob sie ihre Positionen reduzieren und damit Risiko abbauen wollen. Aktuell sei die Situation noch relativ entspannt, da viele Anleger ihre Aktien bereits abgesichert hätten, so Lipkow.
Größter Gewinner des Handelstages war die Aktie der Commerzbank. Grund dafür ist das fortgesetzte Übernahmeangebot der italienischen Unicredit. Allerdings werde die Entscheidung durch die starke politische Komponente erschwert, was die Unicredit zu einer vorsichtigeren Gangart zwinge, um mehr Mitspracherechte zu erlangen. Am Ende des Handelstages lagen die Commerzbank-Papiere an der Spitze der Kursliste, während die Aktien von BMW und Beiersdorf das Schlusslicht bildeten.
Energiemärkte im Überblick
Unterdessen stieg der Gaspreis leicht an. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 51 Euro, ein Zuwachs von einem Prozent gegenüber dem Vortag. Dies impliziert bei dauerhaftem Preisniveau einen Verbraucherpreis von mindestens zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh), inklusive Nebenkosten und Steuern.
Der Ölpreis hingegen sank deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag rund 101,90 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich stärker und wurde am Nachmittag für 1,1486 US-Dollar gehandelt.




