Jubiläumswoche mit 10.000 Euro für den guten Zweck
Zum 20-jährigen Bestehen kehren bekannte Gesichter zurück an den Herd. Ehemalige Gewinner und Publikumslieblinge treten noch einmal gegeneinander an – diesmal nicht nur für Ruhm und Punkte, sondern für eine Siegprämie von 10.000 Euro, die gespendet wird.
Den Anfang macht EES, der bereits zweimal bei der Koch-Doku dabei war: 2011 in Köln, 2014 in Namibia. Geboren und aufgewachsen im südlichen Afrika, lebt der Musiker inzwischen wieder in Deutschland. Seine Idee für das Jubiläum: eine kulinarische Reise in die namibische Heimat.
Vorspeise mit Überraschung: Mopanewürmer auf Rucola
Schon der erste Gang sorgt für Gesprächsstoff. Auf den Tellern landen Guaven-Chutney, gegrillter Halloumi, Rucola – und Mopanewürmer. In Namibia gelten sie als traditionelle Spezialität, bei uns sind sie dagegen eher selten auf Speisekarten zu finden.
Optisch für viele ungewohnt, geschmacklich aber überraschend mild: Die Larven werden knusprig zubereitet und erinnern in ihrer Konsistenz eher an einen Snack als an ein klassisches „Wurm“-Bild. Am Tisch wird neugierig probiert – mit vorsichtiger Skepsis, aber ohne Ausflüchte.
Entrecôte mit Kalahari-Note
Im Hauptgang bleibt EES seiner Linie treu: Namibisches Entrecôte trifft auf eine Kalahari-Trüffel-Soße, dazu Mielie Pap – ein traditioneller Maisbrei – und Butternutkürbis. Ein kräftiger Teller, der afrikanische Aromen mit europäischer Kochtechnik verbindet.
Unterstützung bekommt der Gastgeber von Profi-Koch Ralf Zacherl, der den Kandidaten in der Jubiläumswoche beratend zur Seite steht. In der Küche herrscht spürbar gute Stimmung, der Ablauf wirkt routiniert – Erfahrung zahlt sich aus.
Süßer Abschluss mit Melktert
Zum Dessert folgt ein Klassiker aus Namibia: Melktert, eine Milch-Tarte mit feiner Gewürznote, kombiniert mit Vanilleeis. Nach der ungewöhnlichen Vorspeise sorgt das Dessert für vertrautere Geschmacksbilder – cremig, süß, harmonisch.
Ob EES mit seinem Heimat-Menü die entscheidenden Punkte sammelt, entscheidet sich am Ende der Woche. Fest steht schon jetzt: Das Jubiläum von „Das perfekte Dinner“ startet mit einem kulinarischen Wagnis – und zeigt, dass selbst nach zwei Jahrzehnten noch Überraschungen möglich sind.
Für insideBW-Leser bleibt vor allem eines hängen: Mut zum Geschmack zahlt sich aus – selbst wenn auf dem Teller Dinge liegen, die man hierzulande eher nicht erwartet.
Das perfekte Dinner: 20 Jahre – Die wichtigsten Zahlen & Fakten im Überblick
Seit dem 6. März 2006 läuft „Das perfekte Dinner“ bei Vox – und gehört längst zur festen TV-Institution am Vorabend. Zum 20. Jubiläum (2. bis 6. März 2026, 19 Uhr, vorab bei RTL+) hier die kompakten Zusatzinfos für insideBW-Leser:
Die wichtigsten Zahlen
- 4.796 Gastgebertage
- 1.124 Gewinnerinnen und Gewinner
- 14.388 servierte Gänge
- Über 135.000 vergebene Punkte
- 32-mal die Höchstwertung von 40 Punkten
- Ø-Siegpunktzahl: 35 Punkte
- Ältester Teilnehmer: 84 Jahre (2017)
Die Städte
- Start 2006 in Köln (bis heute Spitzenreiter mit 67 Runden)
- Weitere Top-Städte: Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf
- Internationale Drehorte u. a. Wien, Mallorca, Zürich, Amsterdam sowie Kapstadt, Paris oder Namibia
Die Jubiläumswoche 2026
- Fünf frühere Kandidaten treten erneut an
- Unterstützung durch Profiköche wie Ralf Zacherl, Haya Molcho, Mario Kotaska, Graciela Cucchiara und Ali Güngörmüs
- 10.000 Euro Wochengewinn gehen an einen gemeinnützigen Zweck
International & ausgezeichnet
- Britisches Original: Come Dine With Me
- Französische Version: Un Dîner Presque Parfait
- 2007 ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Kochshow
Die Stimme der Sendung
- Sprecher: Daniel Werner – seit Folge 1 dabei
- Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum
- Auch als Hörspiel- und WDR-Sprecher aktiv
Kurz gesagt: 20 Jahre, tausende Menüs, Millionen Zuschauer – und das Format erfindet sich immer wieder neu.
Die Jubiläumsfolge läuft am 2. März 2026 um 19 Uhr bei Vox, vorab ist sie bereits bei RTL+ abrufbar.

