13 Jahre Verzug
Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags ist erneut in den Schlagzeilen – diesmal wegen weiterer Verzögerungen. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) informierte die Baukommission des Parlaments in einem Schreiben, dass die Übergabe der Bürobereiche des Erweiterungsbaus sich weiter nach hinten verschiebt.
Verschiebung bis Juni 2026
Laut Politico nennt das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) nun „Anfang Juni 2026“ als neuen Einzugstermin. Ursprünglich war man vom Ende des ersten Quartals ausgegangen. Das BBR versichert zwar, mit Hochdruck an der Einhaltung des neuen Termins zu arbeiten, eine Garantie gibt es aber nicht.
Mangelnde Steuerung und Koordination
Nouripour kritisiert, das Projekt leide unter „unzureichender strategischer Steuerung und fachlicher Koordination der Haustechnik durch das BBR“. Das Bauministerium, eigentlich zuständig für die Behörde, sei „im gesamten Verfahren bislang so gut wie nicht in Erscheinung getreten“.
Vergleich mit BER
Der Bau des Lüders-Hauses ist damit nun schon im 13. Jahr in Verzug. Zum Vergleich: Die Inbetriebnahme des umstrittenen Berliner Flughafens BER verzögerte sich insgesamt um neun Jahre.
Technische Mängel als Ursache
Die neuerlichen Verzögerungen sind laut Nouripour auf Probleme bei der technischen Gebäudeausrüstung zurückzuführen. Es geht dabei konkret um die Stromspannung sowie die Brand-, Einbruchsmelde- und Entrauchungsanlagen.