Pannenbau verzögert sich erneut

Bundestag-Neubau sorgt weiter für Ärger

Bundestag-Neubau sorgt weiter für Ärger
Foto: Blick auf die Spree zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags kommt einfach nicht zur Ruhe. Neue Probleme bei der technischen Gebäudeausrüstung führen zu weiteren Verzögerungen bei der Übergabe der Bürobereiche. Die Kosten und der Zeitverzug nehmen weiter zu.

Erneute Hiobsbotschaft aus dem Reichstagsgebäude

Der angebliche Vorzeigebau des Bundestags, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, sorgt weiter für Negativschlagzeilen. Die Übergabe der Bürobereiche des Erweiterungsbaus, die eigentlich schon längst hätte stattfinden sollen, verzögert sich erneut. Dies teilte Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) in einem Schreiben an die Baukommission des Parlaments mit.

Schon im 13. Jahr des Verzugs

Das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) spricht aktuell von Anfang Juni 2026 als neuem Einzugstermin. Bisher war man von Ende des ersten Quartals 2026 ausgegangen. Zwar versichert das BBR, man arbeite mit Hochdruck daran, den neuen Termin einzuhalten, eine Garantie gibt es aber nicht. Der Bau ist damit bereits im 13. Jahr seines Verzugs.

Mangelnde Steuerung und Koordination

Nouripour kritisiert in seinem Schreiben eine „unzureichende strategische Steuerung und fachliche Koordination der Haustechnik durch das BBR“. Das Bauministerium, das für die Behörde zuständig ist, sei im gesamten Verfahren „so gut wie nicht in Erscheinung getreten“. Die Probleme betreffen vor allem die technische Gebäudeausrüstung, wie die Stromspannung sowie Brand-, Einbruchmelde- und Entrauchungsanlagen.

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