Neues Haus wird noch später fertig

Bundestag-Bau im Dauerverzug

Bundestag-Bau im Dauerverzug
Foto: Blick auf die Spree zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Paul-Löbe-Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestages sorgt erneut für Negativschlagzeilen. Die Übergabe der Bürobereiche verzögert sich weiter. Ursache sind technische Probleme bei der Gebäudeausrüstung, die das Projekt nun seit über einem Jahrzehnt plagen.

Massive Verzögerungen in Berlin

Beim Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestags gibt es erneut unerfreuliche Nachrichten. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus lässt weiter auf sich warten.

Einzug erst im Juni 2026

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) informierte die Baukommission in einem Schreiben über die bangen Neuigkeiten. Das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) peilt nun Anfang Juni 2026 als Einzugstermin an. Bislang war das Ende des ersten Quartals 2026 angepeilt worden.

Das BBR arbeitet nach eigenen Angaben „mit Hochdruck“ am neuen Zeitplan. Eine Garantie für dessen Einhaltung gibt es jedoch nicht. Nouripour kritisiert, dass das Projekt unter „unzureichender strategischer Steuerung und fachlicher Koordination der Haustechnik durch das BBR“ leide. Das verantwortliche Bauministerium sei „im gesamten Verfahren bislang so gut wie nicht in Erscheinung getreten“.

13 Jahre im Verzug

Der Bau des Erweiterungsbaus ist inzwischen im 13. Jahr im Verzug. Zum Vergleich: Der Flughafen Berlin-Brandenburg war insgesamt neun Jahre verspätet. Nouripour nennt als Grund für die aktuellen Probleme Versäumnisse in der technischen Gebäudeausrüstung. Es geht um die Stromspannung sowie Brand-, Einbruchsmelde- und Entrauchungsanlagen.

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