Klaus Müller blickt besorgt auf die Märkte

Bundesnetzagentur schlägt Alarm: Gaspreise explodieren – Speicherfüllung wird „herausfordernd“

Bundesnetzagentur schlägt Alarm: Gaspreise explodieren – Speicherfüllung wird „herausfordernd“
Foto: Ein Hinweisschild für Gaspreise (Archivbild), Foto: dts Nachrichtenagentur

Die Bundesnetzagentur sieht die jüngsten Preissteigerungen auf dem Gasmarkt mit großer Sorge. Präsident Klaus Müller spricht von "heftigen Preissprüngen" seit Ausbruch des Krieges, die Großhandelspreise hätten sich verdoppelt. Dies stellt die Füllung der Gasspeicher für den kommenden Winter vor eine große Herausforderung.

Gaspreise im freien Fall

Die Bundesnetzagentur blickt mit ernster Miene auf die Entwicklung des Gaspreises. „Die Preissprünge nach Ausbruch des Krieges sind heftig“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, gegenüber der „Rheinischen Post“. Die Preise auf dem Day-ahead-Markt, eine Art kurzfristiger Börsenhandel für Gas, hätten sich demnach „etwa verdoppelt“.

Krieg als Preistreiber

Müller machte deutlich, dass die weitere Preisentwicklung eng mit der Dauer des Krieges verbunden sei. Seine Einschätzung zur Versorgungssicherheit bleibe jedoch im Kern unverändert: Genug Gas sei auf den Märkten verfügbar, allerdings eben zu deutlich höheren Kosten.

Speicherfüllung auf der Kippe

Diese Preisentwicklung macht vor allem die Auffüllung der Gasspeicher zur Mammutaufgabe. „Die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter wird herausfordernd“, so Müller. Er appellierte in diesem Zusammenhang an die Verantwortung der Gashändler: „Die Befüllung ist aber keine Aufgabe des Staates, sondern der Gashändler. Diese stehen auch in der Verantwortung gegenüber ihren privaten und industriellen Kunden.“ Aktuell liegt der Füllstand der deutschen Gasspeicher bei lediglich 22 Prozent.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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