Merz und Lindner unter Druck

Bundesminister im Beliebtheitscheck: Ampel-Kabinett weit abgeschlagen

Bundesminister im Beliebtheitscheck: Ampel-Kabinett weit abgeschlagen
Foto: Kabinettssitzung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Knapp ein Jahr nach ihrer Amtsübernahme sehen die Bundesbürger die meisten Ressortchefs der aktuellen Regierung deutlich kritischer als deren Vorgänger. Nur wenige Minister können die Bürger überzeugen. Eine aktuelle Umfrage gibt Aufschluss über die Stimmungslage im Land.

Schwache Noten für die Regierungsparteien

Die Stimmung im Kabinett Scholz ist offenbar angekratzt. In einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa, durchgeführt vom 13. bis 16. Februar 2026, wird deutlich, dass die Arbeit der meisten Bundesminister und deren Vorgänger im Vergleich unterschiedlich bewertet wird. Die Ergebnisse zeigen eine klare Tendenz: Die aktuelle Besetzung schneidet oft schlechter ab.

Nur bei jedem Fünften („Bild“ beruft sich auf die Umfrage) macht CDU-Chef Friedrich Merz als Kanzler eine bessere Arbeit als sein Vorgänger Olaf Scholz. Eine deutliche Mehrheit von 35 Prozent meint dagegen, Merz mache eine schlechtere Arbeit. Immerhin 33 Prozent sehen hier keinen Unterschied.

Auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) muss einstecken. Nur 22 Prozent der Befragten attestieren seinem Nachfolger Lars Klingbeil (SPD) eine bessere Leistung. 25 Prozent sehen Klingbeil klar schlechter, 35 Prozent bewerten die Arbeit beider als gleichauf.

Die schlechte Nachricht für die Ampel-Koalition zieht sich durch viele Ressorts. Katherina Reiche (CDU) im Wirtschaftsministerium, Bärbel Bas (SPD) im Arbeitsministerium, Stefanie Hubig (SPD) im Justizressort, Nina Warken (CDU) im Gesundheitswesen, Patrick Schnieder (CDU) für Verkehr und Verena Hubertz (SPD) im Bauministerium – sie alle erhalten in der Umfrage schlechtere Bewertungen als ihre Amtsvorgänger.

Erleichterung nur für zwei Männer im Kabinett: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) werden von mehr Deutschen positiv im Vergleich zu ihren Vorgängern bewertet. Eine Studie, die die Stimmung im Land widerspiegelt und die am Dienstag veröffentlicht wurde.

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