Nagel warnt vor Preiskontrollen

Bundesbankchef lehnt Spritpreisbremse ab

Bundesbankchef lehnt Spritpreisbremse ab
Foto: Symbolbild: Eine Tankstelle am 01.01.2024, via dts Nachrichtenagentur

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich gegen eine staatliche Spritpreisbremse ausgesprochen. Er verweist auf gemischte Erfahrungen mit Preiskontrollen und plädiert für eine Prüfung durch die Monopolkommission. Auch zur Lagerung der Goldreserven in den USA äußerte er sich gelassen.

Keine staatliche Steuerung bei Kraftstoffpreisen

Direkte Eingriffe des Staates in die Preisfindung bei Kraftstoffen, wie eine von manchen geforderte Spritpreisbremse, stoßen bei Bundesbankpräsident Joachim Nagel auf Ablehnung. Die bisherigen Erfahrungen mit solchen Maßnahmen seien „nicht nur positiv“ gewesen, sagte Nagel am Donnerstag in einem Interview mit RTL und ntv.

Stattdessen regt der Notenbanker eine Überprüfung der Marktpreise durch dieävMonopolkommission an. Konkrete Empfehlungen für die Politik wolle er dabei jedoch nicht aussprechen. Die Debatte um eine mögliche Rückholung deutscher Goldreserven aus den USA sieht Nagel gelassen. Regelmäßige Kontrollen und eine Diversifikation des Bestandes gäben ihm „nicht bange“ um die in Übersee gelagerten Werte.

Der Großteil der heimischen Goldreserven, 51 Prozent, lagert ohnehin in Deutschland. Weitere 37 Prozent befinden sich in den USA, zwölf Prozent in Großbritannien.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)