Jahresfehlbetrag halbiert sich – 27,8 Milliarden Euro Schulden

Bundesbank: Bilanzverlust sinkt, aber geduld ist gefragt

Foto: Deutsche Bundesbank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Deutsche Bundesbank hat für das Geschäftsjahr 2025 erneut einen Bilanzverlust ausgewiesen, der sich auf 8,6 Milliarden Euro beläuft. Dennoch zeigt sich die Notenbank optimistisch, da der Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte gesunken ist. Die finanzielle Erholungsphase, prognostiziert Bundesbankpräsident Nagel, werde sich fortsetzen, erfordert jedoch Geduld.

Hoffnung auf Besserung

Die Deutsche Bundesbank kämpft weiterhin mit einem Bilanzverlust, wies aber für das vergangene Geschäftsjahr 2025 einen Fehlbetrag von 8,6 Milliarden Euro aus. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr dar und stimmt die Notenbank zuversichtlich.

Forderungen bleiben bestehen

Insgesamt beläuft sich der Bilanzverlust aktuell auf 27,8 Milliarden Euro. Bundesbankpräsident Joachim Nagel betont jedoch, dass diese finanziellen Belastungen vorübergehend seien und zukünftige Überschüsse zum Abbau der Schulden und zum Aufbau der notwendigen Risikovorsorge genutzt werden sollen.

Starke Bilanz trotz Verlust

Trotz des negativen Ergebnisses unterstreicht Nagel die solide Verfassung der Bundesbank. Hohe Bewertungsreserven von 388 Milliarden Euro Ende 2025 übersteigen den aktuellen und erwarteten Bilanzverlust bei weitem. Die operativen Aufgaben der Zentralbank bleiben davon unberührt.

Geldpolitik als Ursache

Die geldpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre, insbesondere die Leitzinserhöhungen 2022 und 2023, belasten weiterhin die Ertragslage. Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer rechnet für 2026 mit einem weiteren Rückgang der Belastungen, die jedoch spürbar bleiben werden.

Goldpreis stützt Bilanz

Der Nettozinsertrag verbesserte sich zwar um 8,9 Milliarden Euro, verblieb aber im negativen Bereich. Die Bilanzsumme sank leicht auf 2.349 Milliarden Euro. Ein starker Preisanstieg bei Gold ließ dessen Bewertung um 125 Milliarden Euro auf einen Rekordwert von 395 Milliarden Euro klettern und stärkte das Nettoeigenkapital um 112 Milliarden Euro auf 363 Milliarden Euro.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)