DAX unter Druck

Börsen-Schock nach Iran-Äußerungen

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Nach dem vorläufigen Scheitern von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist der deutsche Leitindex DAX am Montag deutlich gefallen. Investoren zeigen sich besorgt über eine mögliche Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, während gleichzeitig die US-Berichtssaison den Blick auf die Wirtschaft lenkt. Der Ölpreis schoss in die Höhe.

Verunsicherung schlägt auf Börse durch

Der DAX eröffnete den Handelstag am Montag im Minus. Gegen 9:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 23.560 Punkten und lag damit 1,0 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Besonders schwach zeigten sich die Aktien von MTU, der Commerzbank und Siemens Energy. Spitzenreiter waren Rheinmetall, Brenntag und RWE.

Die Märkte reagieren auf die Nachricht, dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offensichtlich gescheitert sind. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sprach von einer überraschend ruhigen Reaktion der Märkte angesichts der Brisanz. Solange der Waffenstillstand hält, setzen Anleger offenbar auf ein baldiges Ende der Konflikte, auch wenn US-Präsident Trump neuerlich scharfe Töne anschlug.

US-Berichtssaison im Fokus

In der neuen Woche richten sich die Augen der Anleger zudem auf die beginnende US-Berichtssaison. Hier erhoffen sich Investoren Klarheit darüber, wie sich der Iran-Konflikt und gestiegene Energiepreise auf die Geschäftsergebnisse von Unternehmen auswirken. Die Unsicherheit über die künftigen Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten bleibt hoch. Insbesondere die Auswirkungen höherer Energiepreise auf die Gewinne der Unternehmen wird die Kursentwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich prägen.

Euro fester, Ölpreis stark

Der Euro zeigte sich am Montagmorgen etwas stärker und kostete 1,1689 US-Dollar. Der Ölpreis legte hingegen eine bemerkenswerte Rallye hin. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis gegen 9 Uhr deutscher Zeit um 6,7 Prozent auf 101,60 US-Dollar im Vergleich zum Vortagesschluss.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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