Kraftstoffpreise treiben Index stark nach oben

Blech kalt, Tank leer: Autofahren wird schmerzlich teuer

Blech kalt, Tank leer: Autofahren wird schmerzlich teuer

Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Kosten für das eigene Auto steigen spürbar an. Allein im März legte der Kraftfahrer-Preisindex um satte 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Treiber sind vor allem explodierende Kraftstoffpreise, die auch das Deutschlandticket verteuern. Doch nicht alle Ausgaben entwickeln sich gleich.

Spritpreise schießen in die Höhe

Wer im März 2026 an die Zapfsäule fuhr, musste tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Kraftstoffe zogen im Schnitt um 20 Prozent an. Besonders hart traf es Diesel-Fahrer, hier betrug der Anstieg fast 30 Prozent. Auch Superbenzin kostete rund 17 Prozent mehr.

Der Krieg im Nahen Osten hinterlässt deutliche Spuren an den Tankstellen. Doch nicht nur der Sprit macht Probleme. Auch Reparaturen, Inspektionen und Parkgebühren sind teurer geworden – ein Plus von 4,1 Prozent. Selbst Gebrauchtwagen sind im Vergleich zum Vorjahr fast drei Prozent teurer.

Kosten für Führerschein und Auto steigen

Wer gerade den Führerschein macht, zahlt ebenfalls mehr. Die Preise für Fahrschule und Prüfungsgebühren sind um 2,8 Prozent gestiegen. Neuwagen, inklusive Wohnmobile, sind zwar nur um moderate 2,4 Prozent teurer geworden. Auch die Kfz-Versicherungen reißen mit einem Plus von 1,4 Prozent nicht so stark ins Gewicht. Günstiger geworden sind hingegen Ersatzteile und Pflegemittel.

Deutschlandticket verteuert sich – Bahn ebenfalls

Auch das Mobilitätsverhalten abseits des Autos ist von Preissteigerungen betroffen. Kombinierte Tickets für Bus und Bahn kosteten im März 6,2 Prozent mehr. Hauptauslöser ist die Preisanpassung des Deutschlandtickets. Eine Bahnfahrt im Nahverkehr verteuerte sich um 5,3 Prozent. Fernreisen mit der Bahn sind im Vergleich nur noch leicht teurer geworden.

Langfristiger Preisanstieg beim Auto

Die Entwicklung über die letzten Jahre zeigt ein deutliches Bild: Von 2020 auf 2025 sind die Kosten rund ums Autofahren um mehr als 31 Prozent gestiegen – deutlich mehr als die allgemeinen Verbraucherpreise. Besonders dramatisch stiegen die Preise für Kfz-Versicherungen (+63 Prozent) und Gebrauchtwagen (+45 Prozent).

Mobilität kostet fast ein Zehntel des Einkommens

Haushalte geben durchschnittlich rund 361 Euro im Monat für Mobilität aus. Das entspricht gut elf Prozent ihrer gesamten Ausgaben. Damit ist Mobilität nach Wohnen und Nahrungsmitteln der drittgrößte Posten im Haushaltsbudget.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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