Warnstreik trifft Passagiere

BER steht still: Verdi legt Flughafen lahm

BER steht still: Verdi legt Flughafen lahm
Foto: Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der BER wird am Mittwoch, dem 18. März, zum Geisterflughafen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen und legt damit den kompletten Flugverkehr lahm. Reisende müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen und dringend alternative Reisepläne prüfen.

Kein Flugbetrieb am BER

Am Mittwoch, dem 18. März, werden am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) keine regulären Passagierflüge stattfinden. Dies teilte die Flughafengesellschaft am späten Montagnachmittag mit. Grund für die kompletten Betriebsstillstände ist ein angekündigter Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Die Flughafengesellschaft hat die betroffenen Partner wie Fluggesellschaften, Bodenverkehrsdienstleister und Sicherheitsunternehmen bereits informiert. Reisenden wird dringend geraten, sich umgehend bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter über Umbuchungsmöglichkeiten und alternative Reisewege zu informieren. Ein normaler Flugbetrieb ist an diesem Tag ausgeschlossen.

Tarifstreit eskaliert

Hintergrund des Streiks ist ein festgefahrener Tarifkonflikt. Verdi wirft der Arbeitgeberseite vor, die laufenden Verhandlungen zu blockieren. „Die Kolleginnen und Kollegen halten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen und haben sich einen Respekt und einen Tarifabschluss verdient, der ihre Arbeit anerkennt“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Ein Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde sei von der Tarifkommission als „nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen worden und wurde von Rößler gar als „Provokation am Verhandlungstisch“ bezeichnet.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt. Die Arbeitgeberseite hatte in der jüngsten Gesprächsrunde eine schrittweise Lohnerhöhung über eine Laufzeit bis Ende 2028 angeboten. Ein Nullrunde bis Juni sollte dabei mit einem einprozentigen Anstieg ab Juli 2026 und weiteren Teuerungsraten in den Folgejahren kombiniert werden.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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