Wachsame Augen auf den Markt
China ist als Kunde für Airbus ein wichtiger Partner. Doch diese Rolle könnte sich verschieben. Der BDLI mahnt, dass das Reich der Mitte im Flugzeugbau zunehmend zum direkten Konkurrenten aufsteigen will.
Von Hahn zieht Parallelen zur Elektromobilität. Dort habe China eindrucksvoll gezeigt, wie schnell technologische Aufholprozesse und sogar Überholmanöver gelingen können. Dies sei eine Mahnung für die deutsche und europäische Luftfahrtindustrie.
Sicherung des technologischen Vorsprungs
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei seinem Antrittsbesuch in Peking eine Airbus-Bestellung von bis zu 120 Flugzeugen verkündet. Für den BDLI ist dies ein Beleg für die Bedeutung des deutsch-europäischen Verbunds mit Airbus und seinen Zulieferern. Dieses industrielle und wirtschaftliche Juwel gelte es zu sichern und auszubauen.
Die Forderung aus dem Verband ist klar: Europa und insbesondere Deutschland müssen ihren technologischen Vorsprung im Flugzeugbau nicht nur verteidigen, sondern weiter ausbauen. Dies erfordere klare politische Weichenstellungen und eine gestärkte Luftfahrtforschung.
Die Regierung müsse in ihrer angekündigten Luftfahrtstrategie eine klare Verpflichtung zur technologischen Führungsrolle Deutschlands im Flugzeugbau formulieren. Konkrete Maßnahmen, wie die angemessene Finanzierung des deutschen Luftfahrtforschungsprogramms, seien entscheidend, so die Verbandschefin.
