Branche sieht sich in kritischer Phase

BDL warnt: Streikwelle trifft deutschen Luftverkehr hart

BDL warnt: Streikwelle trifft deutschen Luftverkehr hart
Foto: Annullierter Flug (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) schlägt Alarm angesichts der wiederholten Streiks im deutschen Luftverkehr. Die Arbeitsniederlegungen kämen zu einer denkbar ungünstigen Zeit und verschärften bestehende Wettbewerbsnachteile gegenüber dem europäischen Ausland. Betroffen seien nicht nur Airlines, sondern auch Passagiere, die deutsche Wirtschaft und die internationale Anbindung des Landes.

Kritische Phase für den Standort

Deutschland hinke bei der Erholung von der Corona-Krise spürbar hinterher, so der BDL. Die anhaltenden Streiks würden diese Schwäche weiter verschärfen. „Die Arbeitsniederlegungen treffen den Luftverkehrsstandort Deutschland in einer ohnehin kritischen Phase“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Sorge um Wettbewerbsfähigkeit

Während sich andere europäische Länder bereits deutlich erholt hätten, liege Deutschland immer noch zurück. „Wiederholte Streiks verschärfen diese Wettbewerbsnachteile zusätzlich“, warnte der BDL.

Weitreichende Folgen

Die Auswirkungen von Streiks im Luftverkehr seien besonders gravierend. „Sie beeinträchtigen nicht nur die Airlines, sondern auch Passagiere, Wirtschaft und internationale Anbindung.“ Der Verband regt eine Überlegung an, ob das Streikrecht für kritische Infrastrukturen „neu ausbalanciert“ werden sollte.

Appell an Arbeitnehmervertreter

Man appelliere an die Arbeitnehmervertreter,“tragfähige Lösungen am Verhandlungstisch“ anzustreben. „Sturheit auf der Straße“ sei nicht zielführend.

Streikwelle rollt weiter

Erst in der vergangenen Woche hatte es Streiks bei Lufthansa Classic, Cityline und Lufthansa Cargo gegeben. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen, etwa bei Eurowings und den Kabinenbesatzungen von Lufthansa Cityline, werden vorbereitet. Am Flughafen Berlin-Brandenburg musste am Mittwoch wegen Warnstreiks der komplette Betrieb eingestellt werden.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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