Preissicherheit für Bahnfahrer
Die Ankündigung der Bahn, die Ticketpreise im Fernverkehr für die kommenden zwölf Monate einzufrieren, kommt nicht überraschend, aber zur richtigen Zeit. Bahnchefin Evelyn Palla begründete diesen Schritt mit der anhaltenden Energiekrise. Diesen Schritt bezeichnete Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, als „richtig und wichtig“.
Al-Wazir betonte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass stabile Preise die Bahn gerade jetzt zu einer attraktiven Option machten. Angesichts steigender Kosten für Sprit und Kerosin werde das Autofahren und Fliegen spürbar teurer. Die Bahn behalte so ihre Position als „günstige und klimafreundliche Alternative für alle“.
Kritik an Streckennetz
Trotz des positiven Ausblicks für Kunden des Fernverkehrs wurde von grüner Seite auch deutliche Kritik am aktuellen Zustand der Bahn geübt. Al-Wazir machte darauf aufmerksam, dass Verspätungen und Zugausfälle weiterhin ein Problem darstellten. Hauptschuld trage hierfür die mangelhafte Infrastruktur und der fehlende Ausbau des Streckennetzes – trotz bereits bereitgestellter Sondervermögen.
Der Verkehrsexperte forderte die Bundesregierung auf, hier „endlich die richtigen Prioritäten zu setzen und das Geld sinnvoll und langfristig einzusetzen“. Nur so könne das Netz entlastet und die Pünktlichkeit verbessert werden.

