Fusionsreaktor-Hoffnung für die 2030er

Bär bremst Mini-AKW-Pläne: „Keine Denkverbote, aber keine Förderung“

Archivbild: Ein kleines, modulares Atomkraftwerk ("Mini-AKW") – eine Technologie, die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär derzeit nicht fördert. (Archiv, Symbolbild) via dts Nachrichtenagentur

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) erteilt kleinen Atomkraftwerken (Mini-AKW) vorerst eine Absage. Zwar müssten bei der künftigen Stromversorgung alle Optionen geprüft werden, doch eine Forschung des Ministeriums zu diesem Thema finde derzeit nicht statt. Parallel dazu zeigt sich Bär optimistisch, was den Bau eines ersten Fusionsreaktors in Deutschland schon in den kommenden zehn Jahren angeht.

Mini-AKW vorerst abgelehnt

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat Mini-Atomkraftwerken eine vorläufige Absage erteilt. Die Ministerin betonte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“, dass bei der künftigen Stromversorgung keine Denkverbote existieren dürften. Alle Optionen müssten sachlich geprüft und technologisch vorangetrieben werden.

Gleichzeitig machte Bär aber klar: Eine Förderung für die Forschung zu den sogenannten Mini-AKW gibt es aus dem Bundesforschungsministerium (BMFTR) derzeit nicht.

Hoffnung auf Fusionsenergie

Stattdessen blickt Bär optimistisch in die Zukunft der Energieversorgung. Sie hält es für realistisch, dass der erste Fusionsreaktor bereits im kommenden Jahrzehnt in Deutschland gebaut werden könnte.

„Ich bin überzeugt: In den 2030er-Jahren können wir so weit sein, Sonnenenergie im großen Maßstab auf die Erde zu bringen“, sagte die Ministerin. Sie sieht die Menschheit an der Schwelle zu einem technologischen Durchbruch, der noch von vielen selbst miterlebt werden könne.

Wissenschaft und Wirtschaft enger verzahnen

Vor dem Hintergrund der Hightech-Agenda, die sie mitverantwortet, mahnte Bär eine engere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft an.

„Wissenschaft darf kein Selbstzweck bleiben, sondern muss sich am Weg zur Marktreife messen lassen“, erklärte sie. Es brauche „mehr Transfer, mehr Anwendung, mehr wirtschaftliche Wirkung“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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