Trotz Rückgang: Mehr Suchende als vor einem Jahr
Die Arbeitslosenzahl in Deutschland hat im März 2026 die Marke von drei Millionen nicht durchbrochen, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. Gegenüber dem Vorjahresmonat zählte die Bundesagentur für Arbeit (BA) 54.000 Arbeitslose mehr. Mit 3,021 Millionen lag die Zahl im März aber immerhin 49.000 niedriger als noch im Februar.
BA-Chefin Andrea Nahles mahnte zur Vorsicht: „Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung.“ Das sagte sie am Mittwoch in Nürnberg.
Unterbeschäftigung stagniert
Ein umfassenderes Bild von der Lage zeichnet die Unterbeschäftigung. Sie umfasst neben den offiziell Arbeitslosen auch jene, die an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder wegen kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit ausfallen. Saisonbereinigt blieb dieser Wert im März unverändert zum Vormonat und lag bei 3,690 Millionen. Das sind zwar 4.000 weniger als noch vor einem Jahr, doch auch hier ist kein starker Aufwärtstrend erkennbar.
Stellenangebote rückläufig
Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften scheint sich abzuschwächen. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen sank im März um 5.000 auf 638.000 im Vergleich zum Vorjahr. Der BA-Stellenindex (BA-X), der die Dynamik am Arbeitsmarkt misst, notierte im März bei 103 Punkten.
Bürgergeld-Empfänger nehmen ab
Eine positive Entwicklung gibt es bei den Bürgergeld-Empfängern. Hochgerechnet erhielten im März 2026 1,104 Millionen Personen Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als im Vorjahr. Das sind zwar deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, jedoch ist die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeld-Berechtigten gesunken. Mit 3,820 Millionen lag sie um 147.000 niedriger als im März 2025. Dies entspricht 7,0 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland.

