Fokus auf frühere Taten

Anschlag auf Berliner Stromnetz: Hunderte Hinweise nach Millionengeldprämie

Anschlag auf Berliner Stromnetz: Hunderte Hinweise nach Millionengeldprämie
Foto: Innenministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Belohnung von einer Million Euro für Hinweise auf die Täter des Anschlags auf die Energieinfrastruktur in Berlin hat zu Dutzenden neuen Spuren geführt. Ermittler des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes gehen den Hinweisen nach und gleichen sie mit früheren, ungeklärten Anschlägen ab.

Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet

Die Verlockung einer Million Euro Prämie hat offenbar Wirkung gezeigt: Nach dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung sind bei den Ermittlern Hunderte Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums (BMI) der „Bild“.

Alle eingehenden Meldungen würden akribisch geprüft. „Einige Spuren werden aktuell intensiver verfolgt“, hieß es weiter. Die Ermittlungen zur Aufklärung des Vorfalls laufen auf Hochtouren. BKA und Verfassungsschutz arbeiten dabei eng zusammen.

Verbindung zu alten Fällen?

Die Spezialisten werten die neuen Aussagen im Lichte von Tatortprofilen aus früheren Jahren aus. Dabei gerieten insbesondere der Anschlag auf das Tesla-Werk in Grünheide (2024), die Attacken auf S-Bahn-Kabel in Pankow (2021) und die Sabotageakte an Umspannwerken in Charlottenburg (2018) in den Fokus.

Während die berüchtigte „Vulkangruppe“ in der Vergangenheit kaum Spuren hinterließ, erhoffen sich die Ermittler von den aktuellen Zeugenhinweisen nun erstmals konkrete Anhaltspunkte, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Die Intensivierung der Ermittlungen wird daher als vielversprechend angesehen.